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Schlusslicht zu stark für HG

Hart angegangen: HG-Akteur Gerrit Kupzog traf gegen Hohnhorst dennoch achtmal. CR
Rosdorf. Die Oberliga-Handballer der HG Rosdorf-Grone sind mit der achten Saisonniederlage in das neue Jahr gestartet und haben ausgerechnet gegen das Schlusslicht SG Hohnhorst/ Haste 25:26 (11:15) verloren. Dabei fiel im ersten Durchgang auch noch Spielmacher Frederik Brandes aus, der sich bei seinem einzigen Torerfolg am Daumen „möglicherweise eineKapselverletzung“ zuzog und somit den Rest des Spiels von der Bank miterlebenmusste.
HG-Trainer Mirko Jaissle fehlten wenige Tage nach seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr (Tageblatt berichtete) die Worte, ehe er später von einem „Totalausfall“ sprach: „Wir haben den Gegner total unterschätzt. So kann man auch gegen einen Tabellenletzten nicht gewinnen.“ Erst recht nicht gegen eine deutlich bessere Abwehr der Gäste, bei denen Torwart Kristof König mit einer Superleistung großen Anteil am zweiten Saisonsieg des Tabellenletzten hatte. „Die HG hat unter Niveau gespielt. Diese Mannschaft hatten wir stärker erwartet. Wir haben in Rosdorf verdient gewonnen“, reihte sich SG-Teammanager Thomas Sandmann in die Freudentänze ein. Er vertrat den verhindertenTrainer Oliver Kahl.
Mit Ursachenforschung beschäftigte sich nach dem Abpfiff die diesmal desorientierte HG. „Uns hat es von Anfang an der Einstellung gefehlt. Wir haben es dem Gegner leicht gemacht und das Spiel in der Abwehr verloren“, gabGerrit Kupzog selbstkritisch zu Protokoll. Dabei gelangen dem Halblinken bemerkenswerte Tore. Nach exakt 5:35 Minuten erzielte er mit dem 1:4 den erstenHG-Treffer im neuen Jahr. Außerdem verkürzte Kupzog mit seinen ersten sechs Toren in der zweiten Hälfte zum 16:18. Der 50. Saisontreffer des Sportstudenten war amEnde ein Muster ohne Wert. „Wir haben zu viele Chancen liegen gelassen“, ärgerte sich der fünffache Torschütze Marlon Krebs, der sich ab dem 2. März für sechs Monate nach Australien verabschiedet.
Die HG suchte in der Partie krampfhaft nach der Wende, die sich nach 53 Minuten andeutete, als Chris Osei-Bonsu von der rechten Außenbahn mit dem 23:22 für die einzige Führung sorgte. Auch ihm war nach der kurzzeitigen Freude am Ende der Frust ins Gesicht geschrieben: „Wir haben mit 2:8 den Start verpennt. Nach der Pause haben wir uns zwar herangekämpft, waren aber am Ende nicht konsequent genug und haben somit verloren“, fasste er 60 Minuten zusammen.
HG: Büthe, Eichhorn, Schengel – Kupzog (8/2), Frölich (4), Ruck (5), Krebs (5), Brandes (1), Greve (1), Osei-Bonsu (1), Falke, Kust, Bohnhoff.
Ferdinand Jacksch
Quelle: Göttinger Tageblatt, 16.01.12, S.20
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