Neuigkeiten
Kurzweiliger Erste-Hilfe-Lehrgang mit viel Gelächter und der Zerreißprobe einer Rettungsdecke
Wieder einmal hatte der Jugend-Förderverein die Idee, einen Erste-Hilfe-Lehrgang anzubieten. Auch wenn der größte Ansporn darin bestand, die Bescheinigung gleich zur Beantragung der Führerscheinprüfung zu nutzen, war es diesmal - bis auf wenige Ausnahmen - wirklich ein Lehrgang für unsere Jugendlichen.

Sechszehn Stunden Erste-Hilfe, um Gotteswillen! Sechszehn Stunden trockene Theorie, einschläfernde Monologe des Referenten, hin und wieder mal ein Pflaster kleben. So stellt man sich einen Erste-Hilfe-Lehrgang vor, davon habe ich selber auch schon unzählige überstanden. Aber es kam anders. Nach kurzem organisatorischem Vorgeplänkel stellte sich uns unser Referent Stefan vor. Mit einer kurzen Vorstellungsrunde und dem Abfragen unserer Erwartungen ging es auch gleich los. Mit viel Witz und schauspielerischem Talent, aber auch mit viel körperlichem Einsatz, gestaltete Stefan die folgenden sechszehn Stunden sehr abwechslungsreich. Neben der fachlichen Kompetenz überzeugte er auch immer wieder mit aktuellen Infos aus dem Dschungelcamp, wobei es ihm Brigitte Nielsen sehr angetan hatte. Was ihn etwas aus der Bahn warf, war der Umgang einiger Teilnehmer mit seinem Erste-Hilfe-Material. Stefan erklärte gerade die Vorteile seiner Rettungsdecke, wärmeisolierend und eigentlich auch reißfest sollte sie sein. Aber dann kam Herr K. aus R. und überzeugte ihn vom Gegenteil, ruckzuck war die Decke zerrissen. Ab da an musste Herr K. etwas leiden, wurde es ihm doch immer wieder auf das Brot geschmiert! :-) Nachdem dann die die Herz-Lungen-Wiederbelebung erlernt wurde, durfte sich auch jeder Teilnehmer mal daran versuchen. Zum Rhythmus einer Unfall-CD mit Unfallgeräuschen und Musik im Hintergrund, musste jeder von uns ca. 8 Minuten die bereitgelegten Puppen reanimieren. Der erste Tag mit den lebenserhaltenden Maßnahmen war somit abgehakt.


Am Sonntag folgten dann die Themen wie Wundversorgung und Körperlagerungen, immer wieder wurden Parallelen zu möglichen Situationen in der Sporthalle aufgezeigt. Wie versorge ich Knochenbrüche oder Gelenksverletzungen. Der Sonntag war außerdem mit Fallbeispielen gespickt. Stefans schauspielerisches Talent kam hier zur vollen Entfaltung. Von Schnappatmung bei der Hyperventilation, blutenden Wunden am Kopf, einem
rostigen Nagel, der im Finger steckte, bis hin zum Kreislaufversagen, wurde alles perfekt dargestellt. Wir Teilnehmer waren jeweils gefordert und mussten richtig reagieren und eventuell die lebenserhaltenden Maßnahmen einleiten. Obwohl hier nur geschauspielert wurde, fühlte sich mancher Teilnehmer in diesen Situation sichtbar unwohl. Geachtet wurde in jeder Situation nur auf den sehr aktiven Herrn K. aus R., durfte er doch nicht mit der noch heilen Rettungsdecke hantieren! (bitte nicht böse sein :-)!)
Mein Fazit: Ich habe hier zwei interessante, lustige und abwechslungsreiche Tage erlebt und fand es klasse, dass neben drei Erwachsenen immerhin sechszehn Jugendliche ihr Wochenende geopfert haben! Vielleicht kommt der ein oder andere einmal in eine Situation, in der er das Erlernte anwenden kann oder muss. Denkt immer daran, man kann nichts falsch machen! Nur wer nichts tut, macht einen großen Fehler!
Thomas Richardt





aktiviert von Jan Bergolte
Zurück


