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Burgenteam schwächelt nur in Anfangsphase

Nicht cool genug: Kathrin Thielecke (M.) und die HG-Damen verlieren das Derby. Theodoro da Silva
Rosdorf (kri). Am Ende war es eine klare Angelegenheit: Die HSGPlesse-Hardenberg setzte sich bei der HG Rosdorf-Grone deutlich mit 29:19 (14:11) durch und verteidigte damit die Tabellenführung in der Handball- Landesliga der Frauen. Trotz der ersten Heimniederlage der Saison bleibt die HG an der Spitzengruppe dran.
Mit dieser Partie endeten die Derbywochen in der Landesliga, mit einem klaren Sieger. Die HSG Plesse-Hardenberg gewann sowohl gegen die HG Rosdorf-Grone als auch gegen den MTV Geismar, der sich außerdem der HG geschlagen geben musste. Zunächst sah es aber nicht nach einem Erfolg für die HSG aus. „Wir waren nervös und unsicher“, kommentierte HSG-Trainer Artur Mikolajczyk den Auftritt seiner Mannschaft in der Anfangsviertelstunde. Nervös war sicherlich auch die HG, dennoch bestimmte sie die Startphase. „20 Minuten war das gut, da haben wir das gemacht, was wir uns vorgenommen haben“, zeigte sich Trainer Lars Rindlisbacher zufrieden. Die Heimsieben spielte ihre Angriffe lang aus, wartete geduldig auf ihre Chance und suchte immer wieder die Spielerinnen am Kreis.
Geduld war anfangs ein Fremdwort für die Gäste, die hektisch wirkten und leichte Angriffsfehler machten. Bereits nach sieben Minuten (4:1 für die HG) nahm Mikolajczyk erste Wechsel vor, nach 16 Minuten (8:4) setzte er die Grüne Karte. Den deutlichenWorten ihres Trainers ließen die Damen schnell Taten folgen, ein 6:1-Lauf sorgte für die erste Führung der Gäste (22.). Jetzt war es am HG-Trainergespann die Auszeit zu nehmen, allerdings mit weniger Erfolg, so dass zur Pause Plesse-Hardenberg vorn lag.
„Uns fehlte da die Coolness. Aber wir hatten das Vertrauen in die Mannschaft, das Spiel noch zu wenden“, so Rindlisbacher. Das schien schnell zu verschwinden, keine fünf Minuten nach Wiederbeginn lag die HG 11:17 zurück und Rindlisbacher war gezwungen, die Grüne Karte zu ziehen. Er forderte Zusammenspiel ein, stellte mit Janina Schneider eine Kreisläuferin in den Rückraum, um mit Übergängen die Abwehr in Bewegung zu bringen. Das war allerdings nicht von Erfolg gekrönt. Denn sobald die HG auf zwei Kreisläufer auflöste, nahm die Spitze der HSG-Abwehr, Julia Herale, Rosdorf-Grones gefährlichste RückraumschützinAmrei Gutenberg inManndeckung, und der Heimsieben fiel nicht mehr viel ein. „Wir haben in der Deckung wirklich gut gearbeitet“, freute sich Mikolajczyk. Schnelle Gegenstöße und leichte Tore waren die Folge, beim 20:12 (42.) war eine Vorentscheidung zu Gunsten des Spitzenreiters gefallen. Zumal der mit Filiz Bühn die weitaus stärkere Torfrau hatte, dagegen erwischte HG-Torfrau Carolin Menn nicht ihren besten Tag. Am Ende fiel der Erfolg mit zehn Toren vielleicht etwas zu hoch aus, verdient war er aber auf jeden Fall. „Um den Favoriten zu ärgern, hat es nur 20 Minuten gereicht. Aber das wird uns nicht zurückwerfen“, so Rindlisbacher. Sein Gegenüber freute sich über den Sieg, dachte aber gleich weiter. „Wir denken von Spiel zu Spiel. Und das nächste ist in Wolfsburg“, meinte Mikolajczyk.
HG: Menn, von Feilitzsch, Gutenberg (7/4), Entringer (4), S. Calsow (3), Leonhard (2), Flessner (1), Schneider (1), Thielecke (1), Pfeifer, Khalil, Thiesssen, L. Calsow. HSG: Bühn, Teuchert – Governatori (7), Becker (5), Henne (4), Sander (4), Me. Lapschies (4/3), Reimann (3), Herale (1), Dötsch (1), Strahlke, Ma.Lapschies, Berg.
Quelle: Göttinger Tageblatt, 05.12.11, S.27
aktiviert von Ulrich Gutenberg
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