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"So, das musst du jetzt schönschreiben!"
In der Regionsklasse der Männer behielt die HG Rosdorf-Grone3 beim DSC Dransfeld fast die Oberhand - das Spiel ging mit 31:30 (17:14) denkbar knapp verloren. Ursachen der Niederlage: Das HG-Alteisen war etwas zu rostig und am Ende fehlte trotz einer fulminanten Aufholjagd das berühmte Quentchen Glück - auch das mit den Schiedsrichtern.
Die HG erwischte im ersten Durchgang ausnahmsweise den besseren Start und legte leicht vor, die Hausherren setzten aber bald nach und hielten die Partie offen. Schon die wechselnden Führungen in dieser Halbzeit zeigte ein ausgeglichenes Spiel an. Der DSC hatte eine starke linke Angriffsseite, mit der die HG Schwierigkeiten bekam. Im gesamten Abwehrbereich RoGros fehlte es an Leichtfüßigkeit nach der Weihnachtspause und vielleicht auch an der notwendigen Konsequenz, weshalb sich die Hasenmelker gen Ende der Halbzeit auf drei Tore absetzen konnten.
Im zweiten Durchgang kam es dann richtig dicke für die Gäste. Technische Fehler, Fehlpässe und teilweise katastrophalste Torwürfe seitens der HG bedeuteten wahre Einladungen an den DSC, das Spiel zu gestalten. Die Hausherren ließen sich nicht lange bitten und lagen bald mit sieben Toren vorn. Bevor das Spiel dann langweilig wurde verließen die Schiedsrichter ihre bis dahin sehr vernünftige Linie und versuchten, das Unterhaltungsniveau des Spiels anzuheben. Tatsächlich wurden bald dramaturgische Effekte erreicht; Lachen und Weinen zogen bei Spielern und Publikum ein, waren bei den Aktiven aber ungleich verteilt. Der Heimnimbus schlug sich auch in der Strafenverteilung nieder.
Die HG zeigte Moral und knabberte immer mehr vom Vorsprung der Hausherren weg. Und siehe da, in den letzten drei Minuten schaffte RoGros Alteisen-Truppe tatsächlich noch den Anschluss. Zweimal bestand die Chance zum Ausgleich, doch fehlte dann vielleicht ein wenig die Souveränität und Kraft, denn wiederholt wurde der Ball noch vor einem möglichen Torwurf verdaddelt. Dransfeld gewann somit knapp in einem typischen Nachbarschaftsduell.
Beim Publikum stießen die sportlichen Leistungen der Akteure auf ein überraschend kritisches Echo. "Nicht lustig" lautete ein verbreiteter Kommentar, "grauseliges Niveau" wurde anderweitig geurteilt. "Eh wurscht" dachten sich aber die Spieler beider Mannschaften, lagen sich gleich nach Schlusspfiff wieder in den Armen (und sei es nur aus Erschöpfung) und konzentrierten sich dann auf die so wichtigen isotonischen Getränke. Denn eigentlich war gar nichts Schlimmes passiert....
HG und Tore: Kahle (TW), Pätzold 8, Koch 8, Jacobs, Kehler 2, Wurps, Schmidt 2, Frölich 5, Mündemann 1, Bollensen, Sluiter 4.
Stefan Wurps
aktiviert von Jan Bergolte
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