Nur die HSG Göttingen gewinnt zwei wichtige Punkte


Zum Auftakt ihrer vier Heimspiele in Serie hat die HSG Göttingen, Tabellenvorletzter der Handball-Oberliga der Frauen, gegen die HSG Heidmark ihren vierten Saisonsieg eingefahren. Hingegen verloren die beiden weiteren heimischen Oberligisten in der Fremde.

HSG Göttingen – HSG Heidmark 33:31 (14:16)

Die Gastgeberinnen liefen einem 8:11 (17.), 12:25 (22.) und 24:25-Rückstand (46.) hinterher, ehe sie doch noch die Endphase für sich reklamierten und das Blatt zu ihren Gunsten drehten. „Nachdem wir auf eine 5:1-Deckung umgestellt haben, hatten wir den Gegner deutlich besser im Griff“, sagte Kimberly Schmieding.

„In der ersten Halbzeit hat man uns noch deutlich angemerkt, dass wir aufgeregt waren, weil wir viel zu viele 100-prozentige Chancen liegen gelassen haben“, fand die neunfache Torschützin Franziska Gräser nach dem wechselvollen Spiel. „In der zweiten Durchgang haben wir uns dann verdient eine Führung erspielt, weil wir die Chancen besser verwertet haben. Außerdem hat uns Stephanie Elkenz immer wieder im Spiel gehalten.“ Die Torfrau wiederum sprach von einer super Teamleistung: „Wir haben zu keiner Zeit aufgegeben.“

HSG: Gräser (9), K. Schmieding (6/1), Nad. Bause (5), J. Schmieding (4), Meroth (3/1), Tischer (3/2), Voigt (2), Nat. Bause (1)

VfL Wolfsburg kauft HSG Plesse den Schneid ab

VfL Wolfsburg – HSG Plesse-Hardenberg 23:18 (14:9). Julia Herale traf den Nagel auf den Kopf: „Der VfL Wolfsburg war am Ende die bessere Mannschaft. Sie war schneller, aggressiver und wollte einfach mehr.“ Beim Burgenteam habe das anders ausgesehen. „Wir haben nicht richtig ins Spiel gefunden und waren nicht mit dem nötigen Biss dabei“, sagte Anneke Schütze über die Ursachen für die unnötige Niederlage.

Dabei hatte es im ersten Durchgang ein Fünkchen Hoffnung gegeben: Spielführerin Lara Al Najem hatte ihr Team mit 8:7 (20.) in Führung gebracht, doch bauten die Gastgeberinnen im Gegenzug binnen zehn Minuten bis zur Pause ihren Vorsprung auf vier Tore aus. Bis auf 16:17 (43.) kam die HSG noch einmal heran, zu mehr reichte es aber nicht: „Vor allem Wolfsburgs starke 6:0-Deckung hat uns immer wieder vor große Probleme gestellt“, sagte Julia Herale. „Außerdem hat uns die nötige Durchschlagskraft im Angriff gefehlt“, ergänzte die ebenfalls enttäuschte Kapitänin Al Najem.

HSG: Rombach (7/2), Al Najem (4), Herale (3), Henne (2), Hemke, Hille (je 1)

MTV Rohrsen – HG Rosdorf-Grone 35:23 (18:8)

Carem Griese, der Trainer des MTV Rohrsen, hatte einigen Grund zur Freude: „Wir waren einfach galliger, haben diesen Sieg mehr gewollt als Rosdorf“, sagte er. Der Tabellenzweite zog durch einen schnellen 6:0-Lauf zum 7:1 (7.) davon. Damit hatten die Hausherren schnell den Grundstein zur Revanche für die 25:31-Hinspielniederlage gelegt.

Nicht nur HG-Kapitänin Maite Gutenberg war der Frust deutlich ins Gesicht geschrieben: „Wir haben einen mehr als schlechten Start erwischt. Dabei hatten wir eine schlechte Chancenverwertung und zu viele technische Fehler“, so die Spielführerin. „Rohrsen war uns in diesem Spiel einfach zu überlegen“, brachte Liljam Weis die Niederlage auf den Punkt. „Wir haben zu wenig Kooperation in der Abwehr gezeigt“, ärgerte sich Trainer Sascha Heiligenstadt.

HG: A. Gutenberg (7/5), M. Gutenberg (7), Gerke, Hinrichs (je 3), Neidhardt (2), Kehler (1).

Von Ferdinand Jacksch

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 02.03.2020

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