Dritte Niederlage in Folge für HG Rosdorf-Grone


Die Oberliga-Handballerinnen der HG Rosdorf-Grone scheinen in eine Mini-Krise geschlittert zu sein. Gegen die HSG Osnabrück setzte es ein 27:29 (13:16) – bereits die dritte Niederlage in Folge. Die Souveränität und die Leichtigkeit der ersten Saisonphase ist zurzeit offenbar flöten gegangen.

Die Top-Torschützinnen des Spiels unter sich: Silvana Hinrichs (am Ball) traf neun Mal für Rosdorf, Lisa Meyer (links) sogar zehn Mal für die HSG Osnabrück. Foto: HUBERT JELINEK/GSD

„Es hat an unserer Chancenverwertung gelegen. Außerdem haben wir drei Siebenmeter vergeben“, analysierte HG-Trainer Sascha Heiligenstadt kurz nach dem Abpfiff nüchtern. Und ziemlich geknickt.

Die Rosdorferinnen erwischten alles andere als einen optimalen Start, lagen nach gut fünf Minuten schon 2:4 hinten. Nach dem 5:5 durch Spielmacherin Shari Kehler gerieten sie zunächst erneut in Rückstand, rappelten sich dann aber hoch und gingen durch Linksaußen Silvana Hinrichs, die mit neun Treffern am Ende einmal mehr erfolgreichste Torschützin der HG war, mit 10:7 in Front. Malin Gerke baute den Vorsprung in der 22. Minute sogar auf 13:9 aus.

Doch Sicherheit verlieh er den Rosdorferinnen nicht. Lisa Meyer schaffte für Osnabrück, das erstmals überhaupt in Rosdorf antrat, den 13:13-Ausgleich. Mit zehn Treffern war sie am Ende beste Werferin der Gäste. Bis zur Pause fingen sich die HGerinnen einen herben 0:6-Lauf ein. Von 13:10 auf 13:16 zur Halbzeit – so was zehrt an den Nerven.

„Wir waren zu unbeweglich, außerdem hatte Osnabrück bei unseren Würfen oft noch eine Hand dazwischen“, bemängelte HG-Coach Heiligenstadt. Hinzu kommt aber auch, dass seine Spielerinnen viele schlechte, harmlose und unplatzierte Würfe abgaben, die oft auch eine dankbare Beute von HSG-Torhüterin Ellen Loock wurden, die auch drei Siebenmeter von Freda Seifert (2) und Amrei Gutenberg parierte.

Wir waren viel zu unbeweglich

HG-Trainer Sascha Heiligenstadt

Als Hinrichs in der 47. Minute zum 22:22 ausgeglichen hatte, schien kurzzeitig noch etwas drin zu sein für die HG. Aber flugs lagen die Gäste wieder 25:22 vorn und brachten die Führung, die Rosdorf noch zwei Mal auf ein Tor verkürzte, über die Zeit. „Wir müssen uns da jetzt selbst rausziehen, dürfen die Köpfe nicht hängen lassen“, betrieb Heiligenstadt sogleich wieder Aufbauarbeit.

Unrühmlicher Tiefpunkt am Ende: Osnabrücks Trainer soll den Zeitnehmer am Kampfgerichtstisch verbal heftig beleidigt haben, was vor allem Hallensprecher Manfred Heise aufbrachte.

HG: Schlote, Steinberg – Diek 4, A. Gutenberg, Neidthardt, Gerke 1, Hinrichs 9, Wedemeier 1, Kehler 4, Herthum, Leonard, Weis, Seifert 5/5, M. Gutenberg 3/1. gsd

Quelle: hna.de, 23.02.2020

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