HSG Göttingen kassiert bittere Pleite beim Schlusslicht


Kein Glück hatten die heimischen Klubs in der Handball-Oberliga der Frauen: Die HG Rosdorf-Grone verlor gegen die HSG Osnabrück und kassierte damit die dritte Niederlage in Folge. Noch schlimmer erwischte die HSG Göttingen, die beim Schlusslicht HV Lüneburg mit 31:33 unterlag.

Die HSG Göttingen und Trainer Uwe Viebrans kassierten beim Tabellenschlusslicht in Lüneburg eine bittere Niederlage. Die Göttingerinnen stecken weiter mitten im Abstiegskampf. Foto: Peter Heller

HG Rosdorf-Grone – HSG Osnabrück 27:29 (13:16)

Die HG lag 13:9 (21.) in Front, ehe der Faden vorzeitig riss und die HSG Osnabrück mit einem 7:0-Lauf ihre Siegesabsichten deutlich untermauerte. „Wir haben in der ersten Halbzeit die Führung durch Fehler in den falschen Momenten aus der Hand gegeben“, ärgerte sich nicht nur Teresa Neidthardt über die achte Saisonniederlage. „Wir sind bis zum Ende nur noch einem möglichen Sieg hinterhergelaufen, obwohl das Spiel mindestens auf Augenhöhe war“, so Neidthardt. Miriam Leonard konkretisierte die Defizite. „Wir haben leider nur phasenweise zu unserem gewohnt druckvollen Spiel gefunden. Aber leider agieren wir im Moment mit zu wenig Geduld und haben den Ball auch nicht im gegnerischen Tor unter bekommen.“

So blieb Amrei Gutenberg nicht ein einziger Treffer vergönnt. Dafür brachte Silvana Hinrichs das Leder neunmal im gegnerischen Gehäuse unter und schloss mit nunmehr 95 Toren zu Amrei Gutenberg auf.

HG: Hinrichs (9), Seifert (5/5), Diek, Kehler (je 4), M. Gutenberg (3/1), Gerke, Wedemeier (je 1)

HV Lüneburg – HSG Göttingen 33:31 (17:15)

Mit 12:7 (18.) ging Lüneburg vorzeitig in Front. Später verkürzten Vivien Tischer zum 21:22 (39.) und Janina Schmieding mit 27:28 (50.) auf einen Ein-Tore-Rückstand. Kimberly Schmieding glich jeweils per Siebenmeter zum 29:29 (55.) und 31:31 (57.) aus, jedoch blieben die beiden letzten Treffer der Lüneburger Torjägerin Rika Spiller vorbehalten. Zu allem Überfluss hatten die Göttingerinnen im Laufe des Spiels vier Strafwürfe nicht verwandelt.

„In den ersten 15 Minuten haben wir vorne zu viele technische Fehler gemacht und zu nervös gespielt“, analysierte Vivien Tischer. „Dafür haben wir in der zweiten Halbzeit gut gekämpft und einen Vier-Tore-Rückstand aufgeholt“, ergänzte Kreisläuferin Franziska Gräser. „In der Schlussphase gab es ein paar unglückliche Entscheidungen, die uns daran gehindert haben, zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen“, so Gräser und Tischer unisono.

„Leider hat uns auch noch das gewisse Quäntchen Glück gefehlt“, meinte Torfrau Ann Kathrin Stopp. Eine „ärgerliche Niederlage“ beklagten dann auch Torjägerin Lara Meroth und Trainer Uwe Viebrans. „Es wären eben zwei ganz wichtige Punkte gewesen“, beschrieb Kimberly Schmiedling die missliche Lage der HSG im Abstiegskampf.

HSG: Meroth (7/6), Pölkner (5), Tischer (5/2), Nat. Bause (4), Gräser (3), K. Schmieding (3/2), Albrecht, J. Schmieding (je 2).

Das Oberliga-Spitzenspiel steigt am heutigen Sonntag um 17 Uhr in der Nörtener Sporthalle zwischen dem Dritten HSG Plesse-Hardenberg und dem Zweiten MTV Rohrsen.

Von Ferdinand Jacksch

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 23.02.2020

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