Derby Northeim gegen Rosdorf nach 20 Minuten entschieden

Handball-Oberliga Frauen

Großer Jubel bei den Oberliga-Handballerinnen des Northeimer HC, bei der HG Rosdorf-Grone hingegen hingen die Köpfe nach dem klaren 28:20 (13:9)-Sieg der Schwarz-Gelben am Sonntag in der gut besuchten Schuhwallhalle. Die letztlich einseitige Party ging bereits nach 20 Minuten an die Northeimer (9:4), während Rosdorf nur gegen Ende der ersten Halbzeit in den Derby-Modus fand. Aufgrund der verlorenen Punkte tauscht die HGRG mit Hildesheim den Platz und rutscht auf Tabellenplatz fünf, Northeim hingegen steht mit einem Punkt dahinter erstmals auf Platz sechs.

Entwischt: Northeims Sina Barnkothe (am Ball) hat Rosdorfs Neele Diek (rechts) stehen lassen und erzielt einen ihrer zwei Treffer. Foto: HUBERT JELINEK/GSD

Die Anfangsphase war auf beiden Seiten von großer Nervosität geprägt. Leichtfertig vergebene Chancen auf beiden Seiten ließen die Angriffsreihen nur schwer ins Spiel finden. Der NHC knüpfte jedoch in der Abwehr an die Leistung der Vorwoche an, war aktiver und reaktionsschneller als der mitunter träge HG-Angriff. Nach fünf Minuten stand es 3:0 für Northeim, erst in der 7. Minute gelang Amrei Gutenberg das 1:3 für Grone.

Mit schnellen Vorstößen aus der Abwehr baute Northeim den Vorsprung bis kurz vor dem Halbzeitpfiff aus: Sina Barnkothe sprintete einem abgewehrten Ball deutlich schneller hinterher als ihre Gegenspielerin und überwand die gute Groner Torfrau Louisa Schlote zum 12:4. Dann schlichen sich beim NHC kleine Fehler ein. Nele Diek, Amrei Gutenberg und Freda Seifert verkürzten zum 9:13 Halbzeitstand aus Rosdorfer Sicht.

Schwarz-Gelb kam deutlich energischer aus der Pause und erhöhte den Vorsprung durch Marie Barnkothe auf fünf Tore zum 17:12. Die Gäste ließen in der Abwehr nach, der NHC punktete Tor um Tor zur Zehn-Tore-Führung in der 53. Minute, bevor Trainer Carsten Barnkothe seiner Stamm-Sieben etwas Pause gönnte und das Spiel zum 28:20 auslaufen ließ.

„Wir haben den Kampf nicht angenommen. Seit Wochen fehlt uns die Einstellung zum Gegner. Vielleicht haben war es zu Anfang der Saison zu leicht, vielleicht haben wir uns an einfache Siege gewohnt – jetzt trifft es uns umso härter“, haderte Trainer Sascha Heiligenstadt mit der Einstellung seiner Mannschaft. Anders Trainer Barnkothe, der zwar die Nervosität der Anfangsphase sah, aber vor allem Torfrau Franziska Post und die Abwehr lobte. „Wir haben die Göttinger Leistungsträger weitestgehend ausgeschaltet“, freute sich Barnkothe. „Doch im Angriff haben wir viel liegengelassen. Wir hätten zur Pause gut mit zehn Toren führen können“.

Northeim: Post, Hartlieb – Weitemeier 5, Marie Barnkothe 7, Sina Barnkothe 2, Kühne 9, Peters, Lösky 2, Bergmann, Lucenko, Strupei, Freckmann 1

Rosdorf: Schlote, Steinberg – Diek 3, Amrei Gutenberg 5, Neidthard 1, Mündemann, Gerke 2, Hinrichs 3, Kehler 2, Herthum, Leonard, Weis 1, Seifer 1, Maite Gutenberg 2

Quelle: hna.de, 16.02.2020

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