Derbys bei der HG Rosdorf-Grone und HSG Plesse-Hardenberg


Im Mittelpunkt des 16. Spieltages der Frauenhandball-Oberliga steht am Sonnabend das Derby zwischen dem Tabellendritten HG Rosdorf-Grone und dem Vorletzten HSG Göttingen. Nicht weniger Brisanz verspricht am Freitagabend das Duell zwischen der HSG Plesse-Hardenberg und dem Northeimer HC.

HSG-Spielerin Nadine Bause (blaues Trikot) findet im Hinspiel eine Lücke in der Abwehr der HG Rosdorf-Grone. Foto: Peter Heller

HG Rosdorf-Grone – HSG Göttingen (Sonnabend, 16 Uhr, Sporthalle Rosdorf)

Rosdorf-Grone ist nach zuletzt 6:0 Punkten in Folge der beste Aufsteiger auf Platz drei. Dagegen bangt die HSG Göttingen nach 0:20 Zählern in Folge um den Klassenerhalt. „Schaut man auf den Tabellenplatz gehen wir natürlich als klarer Favorit in das Spiel. Aber gerade weil die HSG auf einem Abstiegsrang steht, erwarte ich einen offenen Schlagabtausch“, weiß HG-Kapitänin Maite Gutenberg. „Uns erwartet eine Mannschaft, die 60 Minuten Kampfgeist zeigen wird. Da gilt es, wie im mit 30:35 gewonnenen Hinspiel, 60 Minuten dagegen zu halten. Schaffen wir das, bin ich guter Dinge.“ Und das ebenso wie ihre Schwester Amrei, die mit 86 Treffern beste HG-Werferin ist. „Wir werden alles geben, um das Spiel für uns zu entscheiden. Man sollte keinen Gegner unterschätzen. Als wir 2018 abgestiegen sind, haben wir im letzten Spiel den Meister geschlagen.“ Und so fasst Silvana Hinrichs (bisher 82 Tore) zusammen: „Die bessere Mannschaft gewinnt und das entscheidet definitiv nicht die aktuelle Tabellensituation.“ Was Trainer Sascha Heiligenstadt unterstreicht: „Wir werden uns mit dem nötigen Respekt sowie unbändigem Willen der Aufgabe stellen.“

Natalie Bause von der HSG Göttingen prophezeit „ein sehr fesselndes Kopf-an-Kopf-Rennen“. Wobei Schwester Nadine den Kampfgeist beschwört: „Wir sind heiß auf das nächste Spiel und müssen jetzt an die letzten Spiele anknüpfen, bei denen wir sehr hart gekämpft und eine starke Leistung gebracht haben.“ Für Teamsprecherin Franziska Gräser „ist es jetzt endlich an der Zeit, dass wir uns für unsere guten Leistungen zu belohnen“.

Von Beginn an konzentriert spielen

HSG Plesse-Hardenberg – Northeimer HC (Freitag, 20.45 Uhr)

Auch im vierten Spiel des Jahres will das Burgenteam ungeschlagen bleiben, das am Freitag zu ungewohnter Stunde den Tabellenachten Northeimer HC empfängt. Die HSG Plesse-Hardenberg hatte das Hinspiel mit 21:20 gegen das Team von Trainer Carsten Barnkothe gewonnen. „Es wird also wichtig, den Fokus zu behalten und ab der ersten Sekunde konzentriert zu sein“, appelliert Anneke Schütze. „Dem Tabellenplatz nach zu urteilen sind wir der Favorit. Das hat bei einem Derby wenig zu sagen“, fügt Charlotte Schob an. „In diesem Derby sind beide Teams immer hoch motiviert, und der Adrenalinpegel ist vermutlich noch ein Stückchen höher als in anderen Spielen. Wir versuchen für den Sieg alles zu geben“, verspricht daher Anna-Maria Bünker. „Dabei bauen wir weiterhin auf unsere Heimstärke.“ Wobei Nora Minhöfer vorab auf Hausaufgaben verweist: „Wir müssen an unserer Konstanz über 60 Minuten und auch unserer Abwehrleistung weiter arbeiten.“

Bekannteste Spielerin des Northeimer HC ist Tanja Weitemeier, die zur Zeit die Oberliga-Torschützenliste mit 121 Treffern anführt. In den „Club 100“ ist gerade erst Maike Rombach (102) aus dem Burgenteam eingezogen.

Von Ferdinand Jacksch

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 06.02.2020

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