TG Münden gibt Rote Laterne im Eiltempo ab

Derbysieg über Rosdorf-Grone

Mit einem überzeugenden 27:19 (9:9)-Derbysieg über die HG Rosdorf-Grone im Kellerduell der Handball-Verbandsliga hat die TG Münden das Tabellenende wieder verlassen und die Rote Laterne an die Rosdorfer weitergereicht.

Einer der Matchwinner: Torhüter Rene Hüsken (in Gelb) wird von Mario Görtler beglückwünscht. Rechts Jan-Erik Kleinschmidt. Foto: Per Schröter

„Oh, wie ist das schön, so was hat man lange nicht geseh’n“ schallte es am Samstagabend um 20.48 Uhr durch die Gymnasiumshalle. Mit diesem Gesang traf der Mündener Anhang, der sich schon lange vor dem Schlusspfiff erhoben hatte und seine Mannschaft stehend feierte, voll ins Schwarze. Denn das, was der Oberliga-Absteiger da vor allem in der zweiten Halbzeit abgeliefert hatte, erinnerte doch sehr an weitaus bessere Zeiten, als die Heimspielstätte der TG noch eine beinahe uneinnehmbare Festung gewesen war.

Zu Beginn der Partie merkte man den beiden abstiegsbedrohten Mannschaften deutlich an, dass dies ein Vier-Punkte-Spiel für sie war. In der Abwehr aggressiv zu Werke gehend, versuchten die Kontrahenten, das gegnerische Angriffsspiel im Keim zu ersticken und ihn gar nicht erst zum Abschluss kommen zu lassen. Folge: Wenig Tore auf beiden Seiten, dafür aber jede Menge Zeitstrafen. Allein im ersten Durchgang mussten die Gastgeber fünf Unterzahlsituationen überstehen (im gesamten Spielverlauf waren es neun), bei der HG waren es vor der Pause immerhin drei (insgesamt fünf). Weil die beiden Unparteiischen (allerdings auf beiden Seiten) auch immer wieder fragwürdige Entscheidungen einstreuten, konnte in den ersten 30 Minuten von Spielfluss keine Rede sein. Der magere 9:9-Pausenstand sprach Bände.

Als die Gäste dann nach dem Seitenwechsel die ersten beiden Treffer für sich verbuchten und mit 11:9 in Führung gingen (es war ihre erste Führung überhaupt), schwante vielen TG-Fans schon Böses. Zu oft hatten sie es in den letzten beiden Spielzeiten erlebt, dass ihre Mannschaft in dieser Phase eines Spiels eine Partie aus der Hand gab. Doch dann passierte das Unglaubliche: Mit einem über sich hinaus wachsenden René Hüsken im Tor (er war kurz vor der Pause für den ebenfalls starken Patrick Sonne eingewechselt worden und parierte unter anderem zwei Siebenmeter und mehrere „Unhaltbare“) rissen die Mündener das Spiel wieder an sich und schossen sich mit einem Sieben-Tore-Lauf auf die Siegerstraße (16:11/44.). Zwar arbeitete die HG sich in der Folge noch einmal auf 14:17 heran, doch eine von TG-Trainer Matthias Linke genommene Auszeit brachte sein Team in die Erfolgsspur zurück. Weil in der Schlussphase jeder einzelne Mündener über sich hinaus wuchs und beinahe jeder Wurf ein Treffer war, geriet der dritte Saisonsieg auch nicht mehr in Gefahr.

TG Münden: Sonne, Hüsken – Weinberger 7/1, Backs 5/2, Bode 4, Bolse 3, Rohde 3, Hartig 3, Kleinschmidt 1, Wiegräfe 1, Mangels, Grambow, Pfaffenbach

Rosdorfer Tore: Klockner 5, Hornig 3/1, Schulz 3/1, Nörtemann 2, König 2, Kutz 2, Herthum 1, Seibt 1

Quelle: hna.de, 27.01.2020

 

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