HSG Göttingen hat wieder ein echtes Heimspiel


Derbys haben ihre eigenen Gesetze: Ob das auch auf das Duell zwischen der HSG Göttingen und der HSG Plesse-Hardenberg in der Frauenhandball-Oberliga zutrifft, wird sich am Sonnabend entscheiden.

Göttingens Janina Schmieding (am Ball) ist nur schwer zu bremsen. Sie liegt in der Liga-Wertung der erfolgreichsten Torschützinnen mit 91 Treffern auf Platz sechs. Foto: Helge Schneemann

Die abstiegsgefährdete HSG Göttingen sinnt im zweiten Spiel der Rückrunde am Sonnabend im Derby gegen die HSG Plesse-Hardenberg ebenso auf Revanche wie auch die HG Rosdorf-Grone. Die war im Hinspiel gegen die HSG Heidmark als Verlierer vom Platz gegangen.

HSG Göttingen – HSG Plesse-Hardenberg (Sbd., 17 Uhr, Sporthalle BBS II)

Mit 22:26 hatte die HSG Göttingen am 15. September trotz einer 12:11-Pausenführung verloren. Dennoch ist Kimberly Schmieding fest der Überzeugung, „dass wir zu Hause das Burgenteam schlagen können“. Man wolle an die tolle Leistung des vergangenen Wochenendes anknüpfen, die die Mannschaft – trotz der 34:36-Niederlage – beim TV Hannover-Badenstedt II gezeigt hatte. „Wir glauben fest daran, dass wir die Punkte in unserer angestammten Sporthalle der BBS II holen können“, so Schmieding. Und das allerdings nur unter einer Bedingung: „Wir dürfen die Plesse-Torfrau Carolin Menn, die zu den stärksten in der Liga gehört, nur nicht warm werfen.“ Janina Schmieding, die Schwester von Kimberly, ergänzt: „Unsere Torchancen müssen wir, wie im letzten Spiel gegen Badenstedt, effektiv nutzen.“

Und Teamsprecherin Franziska Gräser? „Die Tabellensituation ist eigentlich eindeutig. Plesse geht als Favorit in das Spiel. Allerdings wollen wir es dem Gegner nicht so einfach machen. Bei Derbys spielt die Tabellensituation oftmals keine Rolle. Dies wollen wir unter Beweis stellen. Auch ohne die angeschlagene Michelle Rösler, auf die wir noch verzichten müssen.“

Technische Fehler abstellen

Wenngleich die HSG Plesse-Hardenberg mit drei Punkten und damit ohne Niederlage ins neue Jahr gestartet ist, hat sich die Mannschaft beim 27:26 gegen das sieglose Schlusslicht HV Lüneburg und am vergangenen Sonnabend beim 24:24 gegen die HSG Heidmark nicht mit Ruhm bekleckert. „Wir müssen an unseren technischen Fehlern arbeiten, und dann werden wir das Spiel gewinnen“, ist Yasmin Hemke, Abwehrchefin des Burgenteams, guter Dinge: „Darüber hinaus ist Göttingen aber ein unangenehmer Gegner, der immer wieder das Eins-gegen-Eins-Spiel sucht.“

Für Spielführerin Lara Al Najem, die im Hinspiel elf Tore erzielte, ist das Burgenteam „tabellarisch natürlich absoluter Favorit, aber Derbys schreiben einfach ihre eigenen Gesetze. Göttingen kämpft gerade um jeden Punkt gegen den Abstieg und wird sich so richtig ins Zeug legen“, glaubt Al Najem. „Es wird nicht einfach werden, und wir müssen vor allem wieder Stabilität in unseren Torabschluss bringen und unsere Abwehr festigen.“

Lange Anfahrt soll sich lohnen

HSG Heidmark – HG Rosdorf-Grone (Sbd., 17 Uhr)

Trainer Sascha Heiligenstadt hat an das Hinspiel nicht gerade die besten Erinnerungen, zumal die HG Rosdorf-Grone gegen die HSG Heidmark mit 24:30 verloren hatte. „Das war einfach nicht unser bester Tag.“ Mittlerweile hat sich der Aufsteiger auf den dritten Platz vorgearbeitet. „Natürlich wollen wir jetzt gewinnen, damit sich die rund 200 Kilometer lange Fahrt in die Heide lohnt“, sagt HG-Mannschaftsführerin Maite Gutenberg. „Schließlich haben wir nach dem verlorenen Hinspiel etwas gut zu machen.“ Und wie soll das gehen? „Wir müssen den starken Gegenstoß unterbinden, indem wir wenige Fehler im Positionsspiel machen und schnell umschalten“, gibt die Spielführerin zu verstehen.“ Es seien laut Trainer Heiligenstadt alle Spielerinnen fit und motiviert. „Wenn wir nach einer so langen Fahrt von Beginn an da sind, dann können wir auch Zählbares mitnehmen. Wir brauchen uns jedenfalls nicht zu verstecken“, unterstreicht der Trainer. Berufsbedingt wird Teresa Neidhardt nicht mitreisen können. Dafür wird der Kader durch Kreisläuferin Pauline Cramer aus der A-Jugend aufgefüllt.

Von Ferdinand Jacksch

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 23.01.2020

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