Nur HG Rosdorf-Grone holt beide Punkte


Einen Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage vermeldeten die drei heimischen Frauenhandball-Oberligisten. Großer Gewinner war der Tabellendritte HG Rosdorf-Grone, der mit dem Vierten HSG Plesse-Hardenberg die Plätze tauschte.

Die HG Rosdorf-Grone, hier auf einem Archivbild, besiegt im Heimspiel Lüneburg deutlich. Foto: Heller

Auf dem vorletzten Rang und damit auf einem Abstiegsplatz verweilt weiter die HSG Göttingen, die nach dem Kellerduell in Hannover bereits fünf Punkte vom rettenden Ufer trennt.

HG Rosdorf-Grone – HV Lüneburg 34:28 (21:11)

Im Eiltempo ging es für die HGRG gegen das sieglose Schlusslicht zum neunten Saisonerfolg. Mit 7:2 (8.), 20:7 (25.) und 25:13 (40.) zog die HGRG auf und davon, ehe das Team plötzlich das Tempo drosselte. „Zu wenig Druck auf die Deckung und Unsicherheiten im Abschluss haben den Vorsprung schrumpfen lassen“, bemängelte Torjägerin Amrei Gutenberg, die 47 Sekunden vor Schluss ihren 80. Saisontreffer markierte. „Auf die erste Halbzeit sollten wir aufbauen.“

Dem schloss sich auch Freda Seifert an: „In der zweiten Hälfte haben wir zwischendurch komplett den Faden verloren, uns aber am Ende glücklicherweise wieder gefangen. Respekt an Lüneburg, die sich nie aufgegeben haben.“ Die Lüneburgerinnen entschieden den zweiten Durchlauf mit 17:13 zu ihren Gunsten, wofür sie von ihrem neuen Coach Torsten Doberass ein dickes Lob einheimsten.

HG-Trainer Sascha Heiligenstadt bezeichnete die ersten 30 Minuten als „hammergeil. Da haben die Damen alles eins zu eins umgesetzt.“ Trotz eines „mittelschweren Blackout“ im zweiten Durchgang sprach der Coach per saldo von einem „durchweg gelungenen Spiel“, in dem Silvana Hinrichs nach einem Foulspiel in der 43. Minute eine umstrittene rote Karte sah.

HG: A. Gutenberg (7), Hinrichs (7), M. Gutenberg (6/3), Seifert (5/4), Diek (4), Gerke, Wedemeier (je 2).

HSG Plesse-Hardenberg – HSG Heidmark 24:24 (10:9)

Eine nüchterne Bilanz zog Trainer Yunus Boyraz: „Unterm Strich können beide Mannschaften mit der Punkteteilung leben.“ In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer ein Spiel starker Torfrauen. Der Coach bemängelte allerdings, „dass wir unsere Chancen leichtfertig vergeben haben“. Im der zweiten Hälfte kam das Burgenteam besser ins Spiel und führte mit 16:12 (38.), verspielte aber leichtfertig den Vorsprung und lag beim 18:22 (49.) plötzlich mit vier Toren zurück. „Mit einer Umstellung in der Abwehr haben wir uns wieder zurückgekämpft“, freute sich Trainer Boyraz.

In der letzten Minute konnten die Gastgeberinnen ihren Ballbesitz nicht mehr in einen Treffer ummünzen. Das brachte die noch angeschlagene Abwehrchefin Yasmin Hemke auf die Palme: „Wir haben einen Punkt verloren und sind selbst daran schuld. In der Vorwärtsbewegung haben wir viel zu viele technische Fehler gemacht und die Bälle nicht reingemacht“, so die noch pausierende Hemke.

HSG Plesse: Al Najem (8/2), Rombach (7/2), Hille (6), Minhöfer, Müller, Schob (je 1).

TV Hannover-Badenstedt II – HSG Göttingen 36:34 (19:18)

Endlich einmal wieder „eine richtig starke Mannschaftsleistung“, sah HSG-Trainer Uwe Viebrans nach einem offenen Schlagabtausch. „Wir haben unsere Leistung gegenüber letzter Woche deutlich gesteigert und bis zum Ende gekämpft“, so der Coach. „Am Ende machten Kleinigkeiten den Unterschied aus. Unglückliche Pfostentreffer und eine eine inkonsequente Linie der Schiedsrichter, die das aggressive Spiel der Badenstedterinnen nicht bestraften, kosteten uns letztlich den Sieg“, bemängelte Viebrans.

„Wir sind trotz der Niederlage mit unserer Leistung sehr zufrieden und blicken positiv auf das nächste Spiel gegen die HSG Plesse-Hardenberg“, sagte Teamsprecherin Franziska Gräser. Verzichten musste Göttingen unter anderem auf die verletzte Torjägerin Michelle Rösler.

HSG: J. Schmieding (12/7), Albrecht (5), Nad. Bause, K. Schmieding (je 4), Gräser, Tischer je 3), Pölkner (2), Meroth (1).

Von Ferdinand Jacksch

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 20.01.2020

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