HSG Göttingen fällt auf Abstiegsrang zurück


Einen erneuten Rückschlag haben die Oberliga-Handballerinnen der HSG Göttingen einstecken müssen. Durch die Niederlage im Kellerduell gegen den Aufsteiger HSG Schaumburg Nord fielen sie auf den vorletzten Rang zurück.

Michelle Rösler (blaues Trikot), hier im Spiel gegen die HGRG, ist zehnmal für die HSG Göttingen erfolgreich. Foto: Heller

Liganeuling HG Rosdorf-Grone verlor beim ungeschlagenen Spitzenreiter MTV VJ Peine, die HSG Plesse-Hardenberg bei Eintracht Hildesheim.

HSG Göttingen – HSG Schaumburg Nord 36:42 (16:23)

Zum „Tag der offenen Tür“ hatte das Göttinger Team ins Ausweichquartier in die IGS-Sporthalle II geladen. Dabei kassierten die am Ende völlig niedergeschlagenen Gastgeberinnen ihre achte Saisonniederlage und fielen damit auf den einen der beiden Abstiegsränge zurück.

Dabei erlebten vor allem die beiden Torfrauen Stephanie Elkenz und Dariah Seradj einen rabenschwarzen Tag, was auch von Trainer Uwe Viebrans thematisiert wurde: „Wir haben in der zweiten Halbzeit nur drei Bälle gehalten. Auf dieser Position hat Schaumburg seine Aufgabe besser gemacht. Auf dem Feld waren wir gleich oder besser“, sagte der Coach nach einem regelrechten Schützenfest.

Über 3:1 (4.), 6:5 (9.), 10:5 (13.) oder 19:11 (22.) kam der glückliche Sieger zum zweiten Sieg. „Wir standen uns einfach selber im Weg. Unsere Köpfe sind nicht frei, und das macht sich auch auf dem Spielfeld bemerkbar“, ärgerte sich Teamsprecherin Franziska Gräser.

Tore HSG Göttingen: Rösler (10), J. Schmieding (6/3), Tischer (5/1), Albrecht (4), Meroth (4/2), Gräser (3), Nad. Bause, Schilling (je 2).

Die meisten Treffer der Gäste erzielten Pinkenburg (14/7) und Schindler (8).

MTV VJ Peine – HG Rosdorf-Grone 28:25 (17:12)

Neben ihrer noch verletzten Schwester Maite musste auch die erkrankte Torjägerin Amrei Gutenberg zu Hause bleiben. Silvana Hinrichs, die kurz vor Schluss ihren 60. Saisontreffer markierte, betrachtete den Ausgang mit gemischten Gefühlen: „Wir haben die Ausfälle gut kompensiert, aber vorne leider erneut zu viele technische Fehler gemacht. Kämpferisch haben wir aber alles gegeben. Dabei wäre für uns deutlich mehr drin gewesen.“

Trainer Sascha Heiligenstadt lobte sein Team für die letzten 20 Minuten, als die HG bis auf 19:21 verkürzte: „Davor haben wir uns in Abwehr und im Angriff schwer getan. Es war eine ärgerliche Niederlage, die abwendbar war. Aber wir haben gezeigt, dass wir als Aufsteiger zu recht in der oberen Tabellenhälfte stehen“, sagte Shari Kehler.

HG-Tore: Hinrichs (8), Gerke (5), Herthum (3/3), Diek, Seifert, Wedemeier, Weis (je 2)

Eintracht Hildesheim – HSG Plesse-Hardenberg 28:20 (14:12)

Das Burgenteam lag durch Spielführerin Lara Al Najem 6:5 (12.) vorn und blieb bis zum 10:10 (24.) auf Augenhöhe. Als dann die Eintracht von 14:12 (30.) auf 19:13 (41.) und 26:17 (55.) davonzog, war die Entscheidung gefallen. „Wir haben vor allem in der zweiten Hälfte zu viele technische Fehler gemacht und in der Abwehr deutlich nachgelassen“, fasste die neunfache Torschützin Maike Rombach die vierte Saisonniederlage zusammen.

HSG-Tore: Rombach (9/2), Hille (6), Al Najem (3), Hemke (2)

Von Ferdinand Jacksch

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 16.12.2019

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