So sehen die Göttinger Handballerinnen die WM in Japan

Frauen-Handball-WM

Die deutschen Handball-Frauen haben sich bei der WM in Japan schon während der Woche vorzeitig den Einzug in die am morgigen Sonntag, 8. Dezember, beginnende Hauptrunde gesichert.

Göttingen. Ein fast historisches Ereignis hatte die DHB-Auswahl mit dem 26:25-Sieg gegen Dänemark. Nach 19 Jahren konnten die Handballerinnen ihren Dänemark-Fluch beendet. Die heimische Spielerinnen verfolgen jedenfalls den Weg der Nationalmannschaft mit großem Interesse.

Meryem Stielow (Teamsprecherin Landesligisten MTV Geismar) „Frauenhandball ist eine Sportart, die ich sehr liebe und für die mein Herz brennt. Dieser Sport sollte hier in Deutschland mehr Aufmerksamkeit bekommen. Das junge und spielerisch schön anzusehende deutsche WM-Team ist die beste Werbung dafür.“ unterstreicht Stielow: „Jetzt freut es mich umso mehr, dass es in dieser Mannschaft gelungen ist, den Bock umzustoßen und sich für die Hauptrunde zu qualifizieren.“

Die 24-jährige Tabea Schormann, mit 56 Treffern erfolgreichste Torjägern des SC Dransfeld, ist ebenfalls begeistert: „Die deutschen Frauen haben einen super Kampf- und Teamgeist. Daher sehe ich sie am Ende der Hauptrunde unter den ersten drei Tabellenplätzen.“ Steffi Kaufmann, eine der besten Landesliga-Torfrauen vom SC Dransfeld, schwärmt dabei unter anderem von der überragenden Nationaltorhüter Dina Eckerle. „Nicht nur mit ihr würde ich mich in erster Linie sehr über eine Teilnahme am Olympia-Qualifikationsturnier im März freuen. Ich bin jedenfalls überzeugt, dass wir uns mit Platz sieben die Chancen auf ein Olympia-Ticket wahren“, so Kaufmann. „Dadurch würde auch der Frauenhandball weiter in den Fokus rücken.“

„Schritt nach vorne gemacht“

Wovon auch die Frauen des Oberligisten HG Rosdorf-Grone überzeugt sind. „Mit dem vorzeitigen Sieg gegen einen der Favoriten Dänemark hat unsere Nationalmannschaft einen großen Schritt nach vorne gemacht. Trotzdem ist die ab Sonntag anstehende Hauptrunde noch nicht überstanden“, gibt die 19-jährigeGreta Herthumzu bedenken, die sich in ihrem Verein in den vergangenen Spiel Bestnoten verdient hat. „Die Deutschen sind aufgrund einer starken Defensive verdient in die Hauptrunde eingezogen“, betont Rosdorfs Torjägerin Silvana Hinrichs.

Nicht nur Lara Al Najem, die Kapitänin des Oberligisten HSG Plesse-Hardenberg, „macht es richtig Spaß, den Weg des deutschen Teams zu verfolgen. Die Mannschaft kann noch weit kommen.“ Und das trotz der knappen 25:27- Niederlage gegen den amtierenden Welt- und Europameister Frankreich. Den Optimismus der Spielführerin bestärkt Devi Hille, die zuletzt im Burgenteam zu großer Form aufgelaufen war: „Die Deutschen haben sowohl auf dem Feld, als auch auf der Bank genug gute Spielerinnen haben, die fit sind“, so Hille.

Dazu haben die Frauen „mit einer starken Dina Eckerle im Tor und dem raschen Umschalten mit schnellen Tempogegenstößen über außen und den Kreis in den bisherigen Spielen schon viel herausgeholt. Auch die Eins-gegen-Eins-Situationen aus dem Rückraum zeigen unser Potenzial“, zeigt Torjägerin Michelle Röslervom Oberligisten HSG Göttingen sichtbare Stärken des deutschen Teams auf.

Deutsche Frauen hoch motiviert

Als ob es ihre erfahrene Mitspielerin Kimberly Schmieding schon am Anfang der WM geahnt hätte: „Die deutschen Frauen scheinen dieses Jahr hochmotiviert und top fit zu sein. Wenn sie es schaffen die technischen Fehler zu minimieren und die Trefferquote zu steigern, dann haben sie gute Chancen.“

Torjägerin Kira Stiensvom Landesliga-Spitzenreiter MTV Geismar fasst zusammen: „Mit dem Erreichen der Hauptrunde haben sie schon das erste große Ziel erreicht, jetzt schaut man weiter von Spiel zu Spiel. Ich glaube die Qualifikation für Olympia ist auf jeden Fall machbar – natürlich mit Luft nach oben“, sagt Stiens.

Von Ferdinand Jacksch

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 07.12.2019

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