HG Rosdorf-Grone unterliegt HSG Oha im Kreisderby mit 16:17


Auch nach der Rückkehr der beiden ehemaligen Spieler Benjamin Jentsch und Konstantin König kann die HG Rosdorf-Grone, Schlusslicht der Handball-Verbandsliga, nicht gewinnen. Im Kreisderby gegen die HSG Oha unterlag der Gastgeber am Freitagabend unglücklich mit 16:17 (9:8).

HGRG-Akteur Philipp Nörtemann wird im Kreisderby von der Abwehr der HSG Oha beim Wurfversuch attackiert. Foto: Heller

Insgeheim hohe Erwartungen waren wie eine Seifenblase von einer auf die andere Sekunde geplatzt. Die neunte Saisonniederlage im zehnten Spiel traf die HG im letzten Heimspiel vor Weihnachten tief ins Mark.

„Ja, mir fehlen einfach die Worte“, war Torjäger Marcel Schulz die tiefe Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Dabei hatte die HG am ersten Adventswochenende mit einem ersten Lichtblick in der Ära des Trainerduos Sascha Heiligenstadt/Marcel Schulz gerechnet, doch am Ende stand Rosdorf-Grone wieder einmal mehr mit leeren Händen da.

HG Rosdorf-Grone – HSG Oha, Handball-Verbandsliga 2019/20

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„Wir haben es letztlich nicht geschafft, den Sack zuzumachen“, trauerte Rückraumkanonier Schulz der schlechten Chancenauswertung hinterher. „Allein in der ersten Halbzeit hätten wir das Spielergebnis klar für uns gestalten müssen.“ Es tue ihm für alle Beteiligten, insbesondere auch der Zuschauer, leid, „dass wir es nicht schaffen, unser Spiel durchzuziehen und uns zu belohnen“, sagte ein enttäuschter Schulz.

Ständig wechselnde Führungen im Derby

1:0 (1.) führte die HG, lag dann schnell mit 2:3 (3.) zurück, ehe sich beide Teams beim 5:5 (15.) fast zehn Minuten lang an den gegnerischen Abwehrreihen samt starker Keeper festbissen. Erst dann setzte sich der Torreigen in einem Spiel der wechselnden Führungen fort.

Mit 7:5 (25.), 9:8 (30.) 13:12 (49.) und letztmals bei einem Treffer durch Eric Seibt zum 16:15 (56.) lagen die Gastgeber vorn. Mit 8:7 (28.) oder 15:14 (53.) ging die HSG Oha in Führung, bevor die Gäste in den letzten zwei Minuten nicht nur ausglichen, sondern bereits 84 Sekunden vor Schluss den Endstand für sich reklamierten.

HSG Oha: „Wir haben eine super Abwehr gespielt“

Der Tabellensechste HSG Oha ist mit zuletzt 6:0 Punkten in Folge zur Zeit gut drauf: „Wir haben kämpferisch toll agiert, obwohl uns vier Leute gefehlt haben“, lobte Trainer Jens Wilfer sein hochmotiviertes Team nach dem Sieg von Rosdorf. „Außerdem haben wir eine super Abwehr gespielt samt eines starken Torwarts.“ Der Coach sprach von einem „spannenden Spiel und einem typischen Derby mit einem glücklicheren Ende für uns“. Die HG habe aus Sicht von Wilfer zum Schluss nicht mehr „viele Ideen gegen unsere gut positionierte Abwehr gehabt. Außerdem habe sich der Gegner in vielen Einzelaktionen verzettelt: „Man merkt Rosdorf-Grone schon an, dass die Mannschaft sehr unter Druck steht.“

Rosdorf-Grone wollte mit der Brechstange zumindest noch einen Punkt retten. Vergebens. Sekunden vor dem Abpfiff stand der Pechvogel des Spiels fest: der aufopferungsvoll kämpfende Fabian Teune scheiterte völlig freistehend an Gästekeeper Niklas Berger: „Wir hatten das Spiel selbst in der Hand“, ärgerte sich der niedergeschlagene Teune. Aus und vorbei, die HSG Oha feierte ausgelassen.

König verletzt sich früh am Oberschenkel

Die Hausherren hatten gleich zu Beginn einen Rückschlag hinnehmen müssen: Rückkehrer Konstantin König schied bereits in der Anfangsphase mit einer Verletzung am hinteren Oberschenkel aus. Benni Jentsch konnte seinen Frust allenfalls noch mit drei verwandelten Siebenmetern überspielen. „Das war wirklich nichts“, brachte er die unbefriedigende Gesamtleistung seines Teams auf den Punkt. „Wir hatten am Ende ziemlich viel Pech.“ Seine weitere Mission skizzierte der 36-jährige Personalberater folgendermaßen: „Ich versuche dem Team zu helfen und alles zu geben.“

Auch das Trainerduo Sascha Heiligenstadt und Marcel Hoffmann hatte an dem erfolglosen Auftritt seines Teams tüchtig zu knabbern: Die Vorgaben seien von der Mannschaft nicht umgesetzt worden, „wir können und müssen einfach einmal in den entscheidenden Situationen die Tore machen. Schlussmann Niklas Seebode hat uns mit seinen Paraden immer wieder im Spiel gehalten“, hieß es. Sein Gegenüber Niklas Berger im Gehäuse der Vorharzer machte als Turm in der Schlacht seinen Job aber mindestens genauso gut.

Tore HG: Schulz (5), Jentsch (3/3), Hornig, Seibt, Teune (je 2), Kutz, Nörtemann (je 1)
HSG: Rauch (5/5), Holzapfel (3), Nankman (3/1), Großkopf, Heiler (je 2), Güthers, Waldmann (je 1)

Von Ferdinand Jacksch

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 30.11.2019

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