Defekte Duschen: HSG Göttingen muss nach Dransfeld ausweichen


Die drei Frauen-Oberligisten aus dem Kreis Göttingen genießen an diesem Wochenende Heimrecht. Der Tabellenzweite HG Rosdorf-Grone will gegen die Drittliga-Reserve des TV Hannover-Badenstedt II seinen guten Lauf von zuletzt 6:0 fortsetzen.

Nach dreiwöchiger Pause mischt sich der Ligavierte HSG Plesse-Hardenberg wieder ins Spielgeschehen ein und hofft, dem ungeschlagenen Spitzenreiter MTV VJ Peine ein Bein zu stellen. Am Sonntag beschließt die bislang hinter ihren Erwartungen gebliebene HSG Göttingen gegen den MTV Rohrsen den zehnten Spieltag. Das Spiel wurde kurzfristig nach Dransfeld verlegt.

HG Rosdorf-Grone – TV Hannover-Badenstedt II (Sbd., 16 Uhr, SH Rosdorf)

Seit Saisonbeginn wirbelt die vom Oberliga-Absteiger MTV Geismar gekommene Linkshänderin Neele Diek bei der HG Rosdorf-Grone tüchtig mit: „Ich bin total glücklich in Rosdorf und froh, in so einem tollen Team spielen zu dürfen“, gibt die 20-jährige Studentin (Grundschullehramt im dritten Semester an der Universität Kassel) ihre derzeitige Stimmungslage wieder. „Gegen Hannover-Badenstedt II wollen wir unser letztes Heimspiel des Jahres gewinnen. Dafür müssen wir in der Defensive kompakt stehen und vorne durch einen sicheren Angriff und viel Tempo leichte Tore erzielen.“ „Die Gäste haben einen sehr starken Kader“, ergänzt Spielführerin Maite Gutenberg. „Wir müssen daher wieder 100 Prozent geben, um die Punkte zu holen.“

HSG Plesse-Hardenberg – MTV VJ Peine (Sbd, 19.30 Uhr, SH Bovenden)

Als Vierter will das Burgenteam dem ungeschlagenen Ersten aus Peine ein Bein stellen. „Aus der Tabellenkonstellation lässt sich für uns ableiten, dass wir befreit aufspielen können, aber nicht chancenlos sind“, sagt HSG-Torfrau Carolin Menn. „Vielleicht hilft das gerade den jüngeren Spielerinnen, unbefangen in das Spiel zu gehen. Peine ist der Favorit, aber eine Überraschung ist möglich“, glaubt die 30-jährige Gymnasiallehrerin. „Wir müssen insbesondere den starken Rückraum der Gäste um die 60-fache Torschützin Nele Kruck in den Griff bekommen. Wenn wir das schaffen und jeder seine Leistung bringt, haben wir auch gegen Peine eine Chance“, ergänzt die stellvertretende HSG-Spielführerin Yasmin Hemke.

HSG Göttingen – MTV Rohrsen (So., 17 Uhr, SH Dransfeld)

Weil in der Sporthalle der BBS nach einem Defekt die Duschen noch gesperrt sind, muss die HSG diesmal nach Dransfeld (Sporthalle, Lange Trift) ausweichen. Die Göttingerinnen haben als Tabellenelfter keinen guten Start in die neue Saison erwischt: „Schlechte Torchancenverwertung, instabile Abwehrreihen, personelle Probleme, aber auch unglückliche Entscheidungen gegen uns“, nennt Mannschaftssprecherin Franziska Gräser als Ursachen. „Bisher konnten wir keine Stabilität in unserem Spiel abrufen.“ Allerdings habe man trotz der jüngsten 29:31-Niederlage beim Aufsteiger HSG Osnabrück die gewohnten Stärken wieder gezeigt. „An diese Leistungen wollen wird anknüpfen und somit wichtige Punkte gegen Rohrsen einfahren“, so Gräser. Vor heimischem Publikum setzte sich der MTV Rohrsen am vergangenen Wochenende im Verfolger-Duell mit seiner Torjägerin Celina Männich (bisher 50 Treffer) gegen die HSG Heidmark am Ende noch deutlich mit 29:20 durch und feierte damit seinen sechsten Saisonsieg.

Von Ferdinand Jacksch

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 29.11.2019

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