Nur HSG Plesse-Hardenberg holte zwei Punkte

Drei Spiele, ein Sieg: In der Frauenhandball-Oberliga hat sich nur die HSG Plesse-Hardenberg beim Gegner durchgesetzt. Die anderen heimischen Vertreter sind in ihren Auswärtsspielen leer ausgegangen.

Aus dem Südniedersachsentrio der Frauenhandball-Oberliga hat nur der Tabellenzweite HSG Plesse-Hardenberg beim Liganeuling HSG Schaumburg Nord gewonnen. Verlustpunktfreier Spitzenreiter bleibt der MTV VJ Peine, der auch gegen die HSG Göttingen seine weiße Weste verteidigt hat. Aufsteiger HG Rosdorf-Grone musste beim VfL Wolfsburg seine erste Auswärtsniederlage einstecken.

HSG Schaumburg Nord – HSG Plesse-Hardenberg 25:29 (11:11)

„Hauptsache zwei Punkte“, fasste die zehnfache Torschützin und Mannschaftsführerin Lara Al Najem „eines unserer schwächeren Spiele mit vielen technischen Fehlern“ zusammen. Gerade in der Abwehr hatte das Burgenteam zu viele Eins-gegen-Eins-Situationen verschenkt. Bis zur Pause begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Nach und nach konnte sich das Burgenteam stabilisieren und eine Vier-Tore-Führung herausspielen, die bis zum Ende Bestand hatte: „Wir sind froh über den zweiten Auswärtssieg. Wir tun uns in der Ferne immer noch schwer. Dort haben wir in der letzten Saison fast alles verloren“, sagte HSGPH-Trainer Yunus Boyraz.

HSG-Tore: Al Najem (10), Hille (6), Rombach (4/1), Müller (3), Bünker, Schulze (je 2), Herale, Minhöfer (je 1)

Viele Löcher in der Abwehr

VfL Wolfsburg – HG Rosdorf-Grone 26:17 (16:9)

Mit hängenden Köpfen musste der Aufsteiger die Heimreise antreten, weil die „Wölfinnen“ einfach bissiger war. „Wir haben über weite Strecken ohne Körperkontakt gespielt“, berichtete ein enttäuschter Trainer Sascha Heiligenstadt: „Mit zu vielen Löchern in unserer Abwehr haben wir Wolfsburg zum Toreschießen eingeladen.“ Auch im Angriff spielte die HG ohne Druck hatte so vor allem in der ersten Halbzeit Wolfsburg stark gemacht. „Wir sind deutlich unter unseren Möglichkeiten geblieben“, befand die zweifache Torschützin Shari Kehler: „Wir haben nie so richtig zu unserem Spiel gefunden.“

HG-Tore: Hinrichs (5), A. Gutenberg, M. Gutenberg, Gerke, Kehler (je 2), Seifert (2/1), Diek, Wedemeier (je 1)

MTV VJ Peine – HSG Göttingen 33:28 (19:11)

Per Siebenmeter eröffnete Jana Schmieding den Torreigen, doch dann gab Peine Gas und zog auf 20:11 (35.) davon. „Wir haben in der Abwehr keinen Zugriff bekommen und zu viele freie Torchancen vergeben“, ärgerte sich die Göttinger Teamsprecherin Franziska Gräser. Wobei sich Vivien Tischer anschloss. „Die Chancenverwertung war an diesem Tag wieder ausbaufähig.“ In der Halbzeit fielen deutliche Worte und „die Mannschaft kam wie verwandelt aus der Kabine“, schilderte Trainer Uwe Viebrans den weiteren Verlauf. Bis auf 22:25 (50.) konnte die HSG nochmals verkürzen. Zu mehr reichte es aber nicht, weil die Hausherrinnen am Ende wieder die Köpfe einschalteten.

HSG-Tore: Rösler (6), Albrecht (5), Tischer (5/4), Bause (3), J. Schmieding (3/1), Gräser. Meroth (je 2)

Von Ferdinand Jacksch

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 04.11.2019

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