HSG Plesse-Hardenberg gewinnt Derby gegen HSG Göttingen


Das Kreisderby der Frauenhandball-Oberliga hat die HSG Plesse-Hardenberg gegen die HSG Göttingen gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Uwe Viebrans wartet damit weiter auf ihren ersten Saisonsieg. Aufsteiger HG Rosdorf-Grone unterlag Spitzenreiter HSG Heidmark.

HSG Plesse-Hardenberg – HSG Göttingen 26:22 (11:12)

1:7 (14.) lagen die Gastgeberinnen bereits zurück, ehe sie einigermaßen ins Spiel fanden. Auch mit 18:15 (43.) führten die Göttingerinnen noch, als Plesse-Spielführerin Lara Al Najem mit dem 19:19 (46.) die endgültige Wende einläutete. „Garant für den Sieg war Caro Menn die sich ebenfalls immer mehr steigerte und der Mannschaft den nötigen Rückhalt gab“, lobte Trainer Yunus Boyraz seine Torfrau, die in der heißen Phase der zweiten Hälfte in kurzer Zeit vier Gegenstöße entschärfte. „Außerdem haben wir es geschafft, unsere Deckung zu stabilisieren und uns auf das Göttinger Spiel einzustellen“, ergänzte Torjägerin Al Najem: „Das war eine tolle Teamleistung.“

Lange Gesichter gab es hingegen bei den unterlegenen Gästen: „Eigentlich haben wir alles richtig gemacht“, befand Franziska Gräser. „Wer seine Chancen aber nicht nutzt, kann nicht gewinnen.“ Dabei lief lange Zeit fast alles nach Plan: „Da haben wir eine starke Abwehr und auch konzentrierte Angriffe gespielt“, ergänzte Trainer Viebrans, der die Erklärung für die Niederlage schlicht und einfach nannte: „In den letzten zehn Minuten haben wir dann zehn hundertprozentige Chancen vergeben, wo Plesses Torfrau Menn über sich hinauswuchs.“

Plesse-Tore: Al Najem (11/6), Rombach (4/1), Bünker, Hille (je 3), Herale, Schob (je 2), Müller (1).
Göttingen: Rösler (8), Meroth (8/5), J. Schmieding (2), K. Schmieding (2/1), Gräser, Schilling (je 1).

HG Rosdorf-Grone – HSG Heidmark 24:30 (12:12)

HG-Trainer Sascha Heiligenstadt war verärgert. „Heidmark hat den Sieg verdient, weil es mehr Kampfgeist gezeigt hat. Wir waren in vielen Bereichen einfach zu passiv und zu harmlos“, haderte der Coach und gab den Frauen auch noch ein Warnsignal mit auf den Weg: „So gewinnt man keine Oberligaspiele.“ Torjägerin Silvana Hinrichs (geborene Eisenhauer) fehlte aufgrund ihrer Hochzeitsreise. 8:5 (15.) und 15:13 (34.) führte die HG, die nach dem 17:17 (40.) die Gäste später von 19:21 auf 19:24 und vom 24:27 (54.) auf 24:30 davonziehen ließ.

HG: Wedemeier (6), M. Gutenberg (5), Gerke (4), A. Gutenberg, Kehler (je 3), Seifert (2), Neidthardt (1) – Frantzke (11/3) waren beste Werferin der Gäste.

Von Ferdinand Jacksch

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 16.09.2019

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