Für HG Rosdorf-Grone wird die Luft immer dünner

Der Handball-Verbandsligist HG Rosdorf-Grone ist im erbitterten Kampf um den Klassenerhalt gegen die bislang ebenfalls gefährdete Eintracht Hildesheim II zu Hause mit 20:25 (8:9) gescheitert. Trotz der 14. Saisonniederlage hat es der Tabellenzehnte weiterhin in der Hand, in den noch ausstehenden drei Spielen den Verbleib in der 5. Liga aus eigener Kraft zu schaffen.

Trotz der Niederlage haben die Rosdorfer den Klassenerhalt noch selbst in der Hand. Foto: Schneemann

Die nächste Chance hat die HG bereits am Sonntag um 17 Uhr in der Katlenburger Burgberghalle bei der HSG Rhumetal. Die Gastgeber haben gerade einmal zwei Minuspunkte weniger als die HG auf ihrem Konto. Das Hinspiel hatte Rhumetal am 1. Dezember noch klar mit 38:29 in Rosdorf entschieden, musste aber mit ihren erfolgreichsten Torjägern Jan-Niklas Falkenhain (122 Treffer) und Domenik Zimmermann 85) in der Folge einige Rückschläge einstecken.

Rosdorf-Grone führte gegen die mit zwei Stammspielern aus der ersten Mannschaft und gleich acht Aktiven aus der Jugendbundesliga angereisten Hildesheimer nach 56 Sekunden durch Justus Klockner mit 1:0, doch diese frühe Momentaufnahme glich am Ende einem Muster ohne Wert. Der aus dem Drittligakader der Gäste entstammende Spielmacher Matteo Ehlers brachte die Eintracht erstmals mit 3:2 (9.) in Front.

In der Folge ließ Hildesheim lediglich noch einige Ausgleichstore zu, letztmals beim 16:16 (44.). Bereits zuvor bissen sich die Hausherren an dem starken Hildesheimer Torwart Paul Twarz die Zähne aus, ließen vier Siebenmeter liegen, und scheiterten mit einigen freien Würfen an einem Keeper, der möglicherweise mit der Eintracht noch die Relegationsspiele zur 2. Liga erreichen kann.

HG-Trainer Marcus Wuttke, der sich ab der 42. Minute das Trikot selbst überstreifte, kritisierte vor allen im Angriff den „Rückfall in alte Verhaltensmuster. Hier müssen wir eine Schippe drauflegen, dann können wir am Sonntag in Rhumetal gewinnen.“ Gute Arbeit bescheinigte Wuttke einmal mehr seiner Hintermannschaft, die im Ranking der Liga zu den fünf besten Hinterreihen zählt.

„Wir hatten vorne viele Probleme mit der unbequemem Rosdorfer Abwehr“, gab Gästetrainer Robin John unumwunden zu. Dennoch trat der Coach völlig entspannt die Heimreise an. Nach dem Sieg beim Tabellennachbarn Rosdorf-Grone sind die Domstädter wohl gerettet. „Paul Twarz hat unser Spiel gewonnen“, so John.

Der zum 30. Juni 2019 auslaufende Vertrag des Vorzeigeprofis wurde in Hildesheim allerdings nicht verlängert. Der 21-jährige Keeper will sich höherklassigen Herausforderungen stellen. Indes machte Robin John den weiterhin gefährdeten Gastgebern für den Schlussspurt der Liga noch einmal Mut: „Rosdorf-Grone hat insgesamt eine starke Rückrunde gespielt und wird auch die Klasse halten.“

HG: Schulz (6), Kutz (5), Messerschmidt (3), Klockner, Knorr (je 2), Hornig, Wuttke (je 1)

von Ferdinand Jacksch

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 26.04.2019

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