Verbandsliga-Meister 2018/2019

Nachdem wir unser letztes Spiel am 31.03.2019 bei der TSV Burgdorf bestreiten mussten, war bereits klar, dass wir eine grandiose Saison hinter uns hatten.

Über das Spiel in Burgdorf ist zu sagen, dass wir uns letztendlich gegen eine sehr starke Burgdorfer Mannschaft geschlagen geben mussten. Es war ein Spiel auf hohem Niveau, das hin und her ging. Am Ende erwischte Burgdorf das bessere Ende und gewann gerechtfertigt. Ein Gegner, der einen schönen Handball spielt und auf den wir uns nächstes Jahr freuen können.

Als wir zu Beginn der Saison entschieden, das Abenteuer Verbandsliga/Oberliga zu starten, wusste niemand von uns, was auf uns zu kommen würde. Es gab viele Stimmen von außerhalb, die diesen Schritt nicht nachvollziehen konnten, aber der Wille der Mannschaft war letztendlich größer als sämtliche kritische Stimmen.

Die erste Relegationsrunde bestritten wir noch sehr nervös, was zur Folge hatte, dass wir in die zweite Runde mussten. Dort zeigten wir in zwei Spielen sehr dominant unsere Stärken und wussten bereits frühzeitig, dass wir unser Abenteuer beginnen durften.
Es folgte eine schweißtreibende Vorbereitung, in der wir teilweise nur 5 Leute beim Training waren. Aber egal wer da war, jeder zog mit.

Die Vorrunde zur Oberliga begann vielversprechend. Wir konnte wichtige Siege auf unserem Konto verbuchen, mussten aber auch feststellen, dass wir mit den ganz großen Mannschaften nur eine Halbzeit mithalten konnten. Es waren zwei Spiele dabei, die wir knapp verloren haben, aber durchaus auch hätten gewinnen können. Eventuell hätte unser Weg dann in die Oberliga geführt, aber rückblickend wäre das ein Schritt zu früh gewesen.

Nachdem klar war, dass wir den zweiten Teil der Saison in der Verbandliga spielen werden, setzen wir Trainer als Ziel die Meisterschaft aus. Das erste Spiel in der Verbandsliga bestritten wir auswärts in Oyten. Die Leistung der Mädels war mehr als vielversprechend und wir gewannen verdient. Die folgenden Spiele in Börde und beim HSC waren teilweise unterirdisch und nicht zu erklären. In Börde mussten wir die Punkte abgeben und beim HSC drohte ähnliches. Eine sehr ungewohnte Situation, die wir Trainer uns nicht erklären konnten. Eine Halbzeitansprache der „besonderen Art“ und in „besonderer Lautstärke“ brachte einen Ruck in die Mannschaft. Es schien als wären endlich alle wach gerüttelt und an das gesetzte Ziel erinnert wurden.

Ein Auswärtsspiel in Lüneburg um 11:00 Uhr morgens war der Anlass für einen Ausflug mit der ganzen Mannschaft samt vieler Eltern. Wir reisten bereits einen Tag früher an und verbrachten einige schöne Stunden zusammen. Rückblickend vor allem für die Eltern ein besonderes Erlebnis, die das Hotel zu späterer Stunde wieder aufsuchten, als ihre Töchter. Dank eines Sieges in Lüneburg wird diese Ausfahrt uns allen positiv in Erinnerung bleiben.

Das Rückspiel gegen Börde stand nun kurz bevor. Und mit zusätzlichen Trainingseinheiten die Wochen davor, waren die Mädels bereits richtig heiß die Hinspielniederlage wieder gut zu machen. Ein Sieg mit 5 Toren Unterschied war das Ziel. In diesem Spiel konnte man großen Teamgeist sehen. Ein zwischenzeitliche Führung von 10 Toren und eine super Stimmung von der Bank und der Tribüne ließen die Meisterschaftsträume aufleben.

Nach einem Sieg gegen den HSC in einem schlechten Spiel und eine weiterer Niederlage von Börde war die Meisterschaft gesichert.

Schaut man zurück, haben alle Beteiligten unglaublich viel gelernt. Für uns (jungen) Trainer war es eine Herausforderung. Es gab Höhen und Tiefen, die zu bewältigen waren. Sicherlich gab es auch einige Selbstzweifel, ob man den richtigen Weg eingeschlagen hat. Einen Kader von 18 Spielerinnen klingt wie ein Traum für jeden Trainer, doch leider kommt man auch immer wieder in die Situation Spielerinnen, die immer vollen Einsatz zeigen, nicht spielen lassen zu können. Menschlich ist das eine schwierige Situation und lässt einen manchmal auch die eine oder andere Minute nachts wachliegen. Wir konnten tollen Entwicklungen junger Spielerinnen sehen, die uns einfach unfassbar stolz machen. Wir sind sehr stolz auf 18 junge Mädels, die unterschiedlicher manchmal nicht sein konnten. Die einen oftmals zum Lachen gebracht haben, aber mindestens genauso oft auch zum Verzweifeln. Wir freuen uns mit dem Großteil der Mannschaft nächstes Jahr neue Ziele anzupacken. Mit Greta Herthum, Lena Abscht, Lena Huprich und Gwindi Kehler verlassen und 4 Mädels in den Seniorenbereich. Hinzukommen Jasmin Braun, Nina Otto, Marlene Neef, Luisa Scharbatke und Nuri Moschner, die uns aus privaten Gründen verlassen müssen. Ich denke wir sprechen für die ganze Mannschaft, dass wir jede von Euch vermissen werden!

Mit den Mädels der weiblichen B Jugend kommen sehr talentierte und motivierte Spielerinnen dazu. Nun heißt es bei Null zu beginnen und ein neues Team zu formen. Denn eins ist ganz sicher – Erfolg kann man nur haben, wenn man als Team zusammenarbeitet!

Abschließend geht noch ein riesiges Dankeschön an die Eltern. Eltern, die uns immer unterstützt haben, die sich um Vieles einfach gekümmert haben, ohne dass wir uns darüber groß Gedanken machen mussten. Man hat euch oftmals nicht bemerkt, aber ihr wart trotzdem immer da.
Ein besonderer Dank geht an „unseren Uwe“, der jedes Spiel dabei war und Rune und mich bei den Fahrten als Busfahrer unterstützt hat.

Besonders freut es uns, dass die Halle bei den Heimspielen so voll war. Schön, dass wir uns in er HG untereinander so unterstützen. Das sollten wir beibehalten.

Wir verabschieden uns für diese Saison und freuen uns auf die Nächste! Bis bald 🙂

Freda Seifert

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