Göttinger Jugendhandballer ziehen Bilanz – und blicken voraus

Die höherklassig spielenden Göttinger Jugendhandballer haben die letzten Spiele der Saison 2018/2019 bestritten. Unter anderem werden drei Meistertitel auf Landesebene bejubelt.

Henri Marienhagen (am Ball), Spieler der männlichen A-Jugend der HG Rosdorf-Grone, in Aktion Foto: Bergolte

Als Trend zu beobachten ist, dass dort, wo zu wenige Spieler vorhanden sind, die Vereine Kooperationen eingehen. Die Planungen für die nächste Saison laufen vielerorts bereits auf Hochtouren.

HG Rosdorf-Grone

Die HG Rosdorf-Grone schickte wie bereits in der vergangenen Saison drei Mannschaften auf Landesebene (Landesliga und höher) ins Rennen. Dabei gewannen alle Vertreter der HG in ihren Ligen die Meisterschaft. Die weibliche A-Jugend als am höchsten spielende Mannschaft im Göttinger Juniorinnenhandball setzte sich in der Verbandsliga durch. Die männliche A-Jugend der Rosdorfer feierte in der Landesliga den Titelgewinn. Und die weibliche B-Jugend marschierte ebenfalls in der Landesliga ungeschlagen zur Meisterschaft.

„Ich denke, dass wir mit drei Titeln auf Landesebene mehr als zufrieden sein können“, sagt Freda Seifert. Die Trainerin der weiblichen A-Jugend, die seit Kurzem gemeinsam mit Frank Hinrichs die Jugendarbeit des Vereins koordiniert, ist überzeugt: „Die Trainer der HG haben über Jahre hinweg gute Arbeit geleistet.“ Das Potenzial sei vorhanden, nicht nur die Teilnahme der Jugendteams in der Landesliga, „sondern auch in der Verbands- und Oberliga weiterhin anzustreben“, so Seifert. Zudem wolle man zukünftig im Bereich der C-Jugendlichen auf die Landesebene zurückkehren.

HSG Plesse-Hardenberg

Mit vier Mannschaften war die HSG Plesse-Hardenberg in der abgelaufenen Saison der Verein in der Region, der die meisten Mannschaften auf Landesebene stellte – alle vier Teams gingen in der Landesliga an den Start. Bei den A-Junioren, die den vierten Rang belegten, hatte Plesse-Hardenberg eine Spielgemeinschaft mit dem Tuspo Weende gebildet, die JMSG Plesse-Hardenberg/Weende. Die weibliche A-Jugend der HSG beendete die Saison als Fünfter, ebenso wie die weibliche C-Jugend. Die weibliche B-Jugend wurde Sechster.

„Wir sind insgesamt zufrieden“, sagt Dietmar Böning-Grebe, stellvertretender Vorsitzender Leistungssport. Allerdings könne es im männlichen Bereich, wo derzeit unklar ist, ob im nächsten Jahr erneut eine A-Jugend gestellt werden kann, „besser laufen“. In den vergangenen Jahren sei „ein Loch“ entstanden, die Spieler fehlen. Die Lösung: „Wir müssen jetzt wieder unten ansetzen. In insgesamt drei Mini-Gruppen spielen bei uns 70 Kinder“, sagt Böning-Grebe. Ein Schritt in die richtige Richtung.

Im weiblichen Bereich muss sich der Verein diese Sorgen nicht machen. Hier werden in der nächsten Saison erneut die Mannschaften von den A- bis C-Juniorinnen versuchen, sich für die Landesliga zu qualifizieren. „Unser Konzept bleibt: Die Herren- und Damenteams sollen aus dem Jugendbereich gestärkt werden“, so Böning-Grebe.

MTV Geismar

Mit zwei Landesligateams im männlichen Bereich wartete der MTV Geismar in der Spielzeit 2018/2019 auf. Die B-Junioren der Südstädter landeten auf dem vierten, die C-Junioren auf dem achten Rang.

„Die C-Jugendlichen haben sich gut entwickelt, wir sind positiv überrascht. Es war die richtige Entscheidung, diese Mannschaft für die Landesliga zu melden“, resümiert MTV-Jugendwart Jens Schwerdt. Das Abschneiden der B-Junioren, die aufgrund einer Kooperation durch Akteure mit Gastspielrecht aus Rosdorf verstärkt wurden, sei ebenfalls „in Ordnung“. Die Ziele für die kommende Saison: Die männliche A-Jugend versucht sich an der Landesliga-, die männliche B-Jugend sogar an der Oberliga-Qualifikation. „Wir sind mit dem Erreichten zufrieden und planen jetzt für die nächste Saison“, so Schwerdt.

Der TV Jahn Duderstadt hat in der abgelaufenen Saison mit sieben Jugendmannschaften, die allesamt auf Regionsebene spielten, am Spielbetrieb teilgenommen. Meistertitel sicherten sich die männliche und weibliche B- sowie die männliche E2-Jugend. Für die Zukunft steckt sich der TV Jahn nun neue Ziele. Die Eichsfelder wollen in der kommenden Saison mit der männlichen A- und der weiblichen B-Jugend in der Landesliga antreten.

„Das ist das nächste Ziel. Langfristig wollen wir bei den Jungen unsere eigenen Spieler an den Herren-Bereich heranführen“, sagt Abteilungsleiter Jürgen Weißke. Dafür soll unter anderem auch ein hauptberuflicher Jugendtrainer verpflichtet werden, der die anderen Trainer „vereinsintern fortbilden“ soll. „In den letzten zwei Jahren haben wir einen regelrechten Boom in Duderstadt erlebt, der sich vor allem durch einen großen Zulauf bei den E-Jugenden und den Minis ausdrückt.“ Verantwortlich dafür seien Stefan Langlotz, André Müller und Franziska Post, die die Jugendarbeit in diesem Bereich koordinierten, so Weißke.

Von Filip Donth

Quelle: goettinger-tageblatt.de

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