Duderstadt punktet, Rosdorf-Grone zittert, Münden taumelt


Handball-Zwischenbilanz:

Auf der großen Bühne läuft der Countdown zur Handball-WM in Deutschland und Dänemark. Bei den heimischen Ober-, Verbands- und Landesligisten der Männer ruht hingegen der Spielbetrieb. Grund genug, um in deren Ligen Zwischenbilanz zu ziehen, nachdem die Vorrunde weitgehend abgeschlossen ist.

Der TV Jahn Duderstadt (hier beim Sieg gegen die HG Rosdorf-Grone) ist derzeit das Maß aller Dinge in der Handball-Verbandsliga. Foto: Swen Pförtner

Göttingen/Duderstadt. Oberligist HSG Plesse-Hardenberg hat zu Hause bis dato nur einmal verloren: mit 20:31 gegen den MTV Braunschweig II dafür um so deutlicher. Dem stehen Glanzlichter wie der 30:26-Sieg gegen den Aufsteiger und Spitzenreiter TuS Vinndorf sowie im November der 25:24-Krimi im Wiederholungsspiel gegen den VfL Hameln.

Ein Wasserschaden in Nörten führte im September zum Spielabbruch. Nur einmal holte das Burgenteam um Torjäger Christian Brand (100 Treffer) mit 28:24 beim Liganeuling HV Barsinghausen auswärts die Punkte.

Fehlende Konstanz, Verletzungen und damit personelle Alternativen führte Trainer Artur Mikolajczk für den bislang achten Platz ins Feld. „Wir wollen die Klasse halten“, unterstreicht der Coach nachhaltig. „Herz, Leidenschaft und Begeisterung“ hat der Trainer längst ausgemacht.

Münden so gut wie abgestiegen

So gut wie abgestiegen ist hingen das mit 0:26 längst abgeschlagene Schlusslicht TG Münden. Der Abstieg der Drei-Flüsse-Städter könnte für die Verbandsliga fatale Folge haben, wenn neben zwei Regelabsteiger auch noch ein drittes Team den Weg in die jeweilige Landesliga antreten müsste.

Mächtig zittern muss jedenfalls Verbandsliga-Schlusslicht HG Rosdorf-Grone. „Bei unser jungen Mannschaft spielt sich 80 Prozent Handball im Kopf und nur 20 Prozent auf dem Feld ab“, hat Trainer Marcus Wuttke (43) ausgemacht. Stattdessen müsse sein Team viel stärker auf dem Platz zeigen, was es kann: „70 Prozent auf dem Feld und 30 im Kopf“, wünscht sich Wuttke.

Potenzial für den Klassenerhalt stecke im Verein zu Genüge. Und das gelte es jetzt herauszukitzeln: „Dann werden wir in den nächsten Wochen und Monate noch einige Spiele gewinnen“, glaubt der Coach, der vielleicht selbst noch einmal das Trikot überstreifen will. Mit vier Heimspielen in Folge steigt die HG jedenfalls ins neue Jahr ein.

TV Jahn Duderstadt verdienter Spitzenreiter

Guter Dinge ist auch der Drittletzte MTV Geismar: „Natürlich hatten wir in der Hinrunde viele Dellen und mussten ständig im Kader wechseln. Hier wollen wir kontinuierlicher herangehen und unsere Stärken öfter aufs Parkett bringen“, betont Trainer Dominik Kemke.

Nur Verbandsliga-Spitzenreiter TV Jahn Duderstadt ist nach dem Neuaufbau im Soll. Bei fünf Punkten Vorsprung ist eine sofortige Rückkehr in die Oberliga immer wahrscheinlicher. „Trainer Christian Caillat leistet sehr gute Arbeit. Auch die Neuzugänge haben sich hervorragend integriert. Gerade charakterlich ist das eine tolle Mannschaft“, betont der Vorsitzende Ekkehard Loest.

Als überraschender Tabellenzweiter will Landesligist SG Spanbeck/Billinghausen die gute Form konservieren. „Den Schwung aus der Hinrunde wollen wir gerne so mit in die Rückrunde nehmen“, zeigt sich Trainer Johannes Deschner optimistisch.

Von Ferdinand Jacksch

Handball-Leckerbissen im Januar

Einen Handball-Leckerbissen bietet die HG Rosdorf-Grone den Fans in der Region: Zu einem Testspiel empfängt der Verbandsligist am Freitag, 11. Januar, keinen Geringeren als den Bundesligisten TBV Lemgo (19 Uhr, Sparkassen-Arena Göttingen). Die Planungen laufen bereits seit einem Dreivierteljahr und kommen jetzt in die heiße Phase. Neben den Vorständen der beiden Stammvereine der HG unterstützen auch viele weitere Ehrenamtliche das Projekt. „Wir wollen ein tolles Erlebnis schaffen und ein nettes Beisammensein für Handball-Fans in der Region schaffen“, erklärt HG-Sportwart Jan Bergolte. Karten für das Freundschaftsspiel gibt es bei den Heimspielen der 1. Damen und Herren, per E-Mail an sportmarketing@hgrg.de und unter gt-tickets.de. afu

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 20.12.2018

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