Große Vorfreude auf Kreisderby im Duderstadt


Handball-Verbandsliga:

Duderstadt/Rosdorf. Große Brisanz verspricht das Verbandsliga-Kreisderby zwischen dem Spitzenreiter TV Jahn Duderstadt und der HG Rosdorf-Grone am Sonnabend um 18 Uhr in der Duderstädter Sporthalle „Auf der Klappe“. Die Eichsfelder müssen ebenso wie beim jüngsten 38:21-Sieg bei der HSG Nienburg II auf ihren Torjäger Justin Brand verzichten, der immer noch an seiner Bänderverletzung laboriert.

„Der Kapitän wird beim Physiotherapeuten behandelt. Wir hoffen auf ihn eine Woche später im letzten Spiel des Jahres bei der HSG Oha in Hattorf“, gibt der Duderstädter Vorsitzende Ekkehard Loest zu Protokoll. Die Rollen sind vor dem zwölften Spieltag klar verteilt. Der Spitzenreiter TV Jahn Duderstadt hat zu Hause noch keinen Punkt abgegeben, und der abstiegsbedrohte Außenseiter HG Rosdorf-Grone hat in der Fremde noch keinen Zähler eingefahren.

Rosdorf-Grone will sich nicht kampflos geschlagen geben

„Wenn wir in Duderstadt genauso spielen wie bei der jüngsten 29:38-Heimniederlage gegen die HSG Rhumetal, dann erleben wir auch im Eichsfeld ein böses Erwachen“, nimmt der Rosdorfer Till Herthum kein Blatt vor den Mund, will sich aber nicht kampflos geschlagen geben: „Wir müssen langsam merken, wo wir stehen, und können nur auf eine Überraschung hoffen.“

Sebastian Kutz schlägt in die gleiche Kerbe: „Wir schreiben uns jedenfalls nicht ab. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen.“ HG-Trainer Marcus Wuttke gibt sich gelassen: „Wir freuen uns alle sehr auf das Spiel, auch wenn die Rollen klar verteilt sind. Zwei Teams mit völlig unterschiedlichen Zielen stehen sich gegenüber. Beide haben den Druck, zu gewinnen“, so Wuttke. „Wir werden weiter an unserem Weg arbeiten und dann sehen, wofür es reicht.“

Ehemalige HG-Spieler zum Derby

In der vergangenen Saison hatten sich noch beide Mannschaften in der Oberliga gegenübergestanden. Damals gewann der TV Jahn Duderstadt beide Spiele. 31:24 siegten die Eichsfelder in Rosdorf, 26:21 im Rückspiel „Auf der Klappe“. Beide Teams konnten sich allerdings vor dem Abstieg in die fünfte Klasse nicht retten.

Drei ehemalige Rosdorf-Groner Leistungsträger sowie der einstige HG-Vorsitzende wechselten in der Folge die Seiten. Ihre Gefühlslage verriet das Quartett vor dem Handball-Schlager:

Jannik Burgdorf (21): „Für mich persönlich wird es emotional ein sehr schwieriges Spiel, da ich mit fast der ganzen Mannschaft lange zusammengespielt habe und dort auch noch enge Freunde habe. Ich kenne das Team und denke, dass die Mannschaft bis jetzt punktemäßig unter ihren Möglichkeiten geblieben ist. Wir Duderstädter sind jedenfalls gut drauf und alle heiß. Aber Rosdorf hat auch viel Qualität im Kader. Die HG wird uns über 60 Minuten alles abverlangen und vor eine schwere Aufgabe stellen.“

Julian Krüger (27): „Als Torwart freue ich mich sehr auf das sicher sehr emotional geführte Spiel gegen meinen ehemaligen Verein. Ich hoffe, dass wir zu Hause vor unseren Fans mit einer konzentrierten Leistung unserer Favoritenrolle gerecht werden.“

Chris Osei-Bonsu (29): „Für mich persönlich ist es ein Spiel wie jedes andere. Wir spielen zu Hause, und von der Tabellensituation her gehen wir als klarer Favorit in dieses Spiel. Wir werden, wie in jedem Spiel, bis in die Haarspitzen motiviert sein und uns nur auf unsere Aufgabe konzentrieren. Die Tatsache, dass ich in Rosdorf gespielt habe, wird mich dabei weder positiv noch negativ beeinflussen. Es geht lediglich um zwei Punkte und den Ausbau der Tabellenführung.“

Jürgen Weißke (63): „Nach langen Jahren als Vorsitzender der HG Rosdorf-Grone sitze ich nun auf der anderen Seite. Es wird vermutlich ein komisches Gefühl sein, aber mit der HG habe ich abgeschlossen und konzentriere mich nun voll und ganz auf den TV Jahn. Ich erwarte mir für das Derby einen klaren Sieg für unsere Mannschaft und damit die sichere Halbzeitmeisterschaft.“

Von Ferdinand Jacksch

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 06.12.2018

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