TV Jahn Duderstadt wünscht sich weiteren Rückraumspieler


Handball-Verbandsliga:

Nach neun Spieltagen ist Oberliga-Absteiger TV Jahn Duderstadt Spitzenreiter der Handball-Verbandsliga. Die beiden punktgleichen Kellerkinder, das Schlusslicht MTV Geismar und die HG Rosdorf-Grone, haben im Kampf um den Klassenerhalt rechtzeitig ein Lebenszeichen von sich gegeben.

Duderstadt.´Das kommende spielfreie Wochenende bietet die Möglichkeit zur Regeneration, bevor der Ligabetrieb am 24. November mit dem Schlagerspiel zwischen dem Eichsfelder Tabellenführer und dem Tabellenzweiten MTV Groß Lafferde fortgesetzt wird.

Sieben Heimsiege und zwei Auswärtsniederlagen stehen bis dato auf dem Konto des TV Jahn. Justin Brand (65) ist aktueller Torschützenkönig der fünften Liga, und der Kroate Matija Junakovic (52) rangiert auf Rang vier. „Normalerweise kann man mit 14:4 Punkten als Tabellenführer zufrieden sein. Jedoch müssen wir ehrlich sein, dass wir in den Auswärtsspielen noch nicht so überzeugen konnten und das eine oder andere Spiel nur sehr glücklich gewonnen haben“, zieht der Vorsitzende Ekkehard Loest eine erste Zwischenbilanz.

Loest lobt den Charakter der Mannschaft

Aus Sicht von Loest sei die Struktur in der „charakterlich tollen Mannschaft“ noch nicht optimal, habe man doch mit Justin Brand, Matja Junakovic, Jannik Burgdorf und Tim Isermann nur vier Rückraumspieler. Da einer meist verletzt war, mussten die anderen drei fast immer 60 Minuten durchspielen. „Daher wäre es schön, wenn wir weitere Sponsoren von unseren Zielen überzeugen könnten, um zur zweiten Saisonhälfte auf dieser Position noch nachbessern zu können“, wünscht sich Loest, der seinem Trainer Christian Caillat „eine sehr gute Arbeit“ bescheinigt.

Annähernd 600 Zuschauer im letzten Heimspiel, das mit einem 32:15-Kantersieg gegen den MTV Geismar endete, haben der guten Stimmung in der Halle weiteren Nährboden gegeben. „Jetzt hoffen wir, dass es am 24. November im absoluten Spitzenspiel gegen den Zweiten MTV Groß Lafferde so richtig voll ist“, fiebert nicht nur Loest einem weiteren Saisonhöhepunkt entgegen. „Es ist sehr wichtig, dass man jetzt sich nicht ausruht. Alle müssen mitarbeiten, dass wir unsere Ziele erreichen“, appelliert der Vorsitzende eindringlich an die Freunde, Gönner und Fans des TV Jahn Duderstadt.

Bemerkenswertes Zeichen der HG Rosdorf-Grone

Ein bemerkenswertes Lebenszeichen hat der Vorletzte HG Rosdorf-Grone von sich gegeben. „Wir müssen jetzt nur weiterhin an uns glauben“, sagt Till Herthum, mit 32 Treffern momentan bester Werfer der HG, nach dem kuriosem 12:10-Erfolg gegen die HSG Oha. Von einem erneuten Abstieg ist beim bisher verletzungsgeplagten Ex-Oberligisten keine Rede, der zuletzt auf rund ein halbes Dutzend Stammspieler verzichten musste, unter anderem auf die Rückraumspieler und gleichermaßen unersetzlichen Torjäger Marvin Hornig und Marcel Schulz. „Wir werden mit dieser Mannschaft den Klassenerhalt schaffen“, baut Trainer Marcus Wuttke auf das neu formierte Team.

Auch Schlusslicht MTV Geismar hat den Kopf noch nicht in den Sand gesteckt. „Uns war von vornherein klar, dass wir eine wirklich schwierige Saison vor uns zu haben“, sagt Trainer Dominik Kemke: „Viele junge Spieler sind dabei, und der Findungsprozess ist längst nicht abgeschlossen. Um weitere Punkte zu holen, müssen wir das jeweils mit 60 Minuten erhöhtem Einsatz ausgleichen und schnell dazulernen.“ Die fehlenden Punkte aus den Heimspielen „hängen uns natürlich ganz böse nach“, ergänzt Torwart Rainer Schmidt.

Von Ferdinand Jacksch

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 16.11.2018

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