Nach einem hochklassigen Spiel mussten sich die Ladies am Ende geschlagen geben


TuS Komet Arsten – HG Rosdorf-Grone 33:29 (16:15):

Das Ziel der wA am letzten Samstag war Arsten, ein Vorort von Bremen, wo die Mädels vom TuS Komet Arsten auf die Rosdorferinnen warteten. Es entwickelte sich ein sehr temporeiches Spiel, in dem keine Seite einen wirklichen Vorteil für sich herausarbeiten konnte. Legte die eine Seite vor, zog die andere nach. Die Führung wechselte dabei regelmäßig. Mit einem Ein-Tore-Rückstand gingen die Ladies in die Pause.

Was dann allerdings passierte, lässt sich nur schwer beschreiben. Sicherlich lag es nicht daran, dass ein Spiel in der Vorrunde zur Oberliga von nur einem Schiedsrichter geleitet wurde; machte der doch im ersten Abschnitt auch eine ordentliche Figur. Doch mit Beginn der zweiten Spielhälfte wurden mehrere sehr merkwürdige Entscheidungen durch ihn getroffen – und diese auch sehr einseitig zum Nachteil der Ladies: Gleiche Aktionen, die gegen uns mit 2-Minuten-Strafzeiten geahndet wurden, regelte er auf der anderen Seite mit maximal Freiwurf. Zweimal wurde erst auf Vorteil erkannt, dann abgewartet bis der Ball im gegnerischen Tor war, um anschließend zurückzupfeifen und auf Freiwurf für die Rosdorfer Werferin zu erkennen. In dieser Phase des Spiels haben die Ladies ihren Faden verloren, gerieten ins Hintertreffen und lagen zeitweise mit 6 Toren hinten. Sie hatten es noch selber in der Hand. Trafen mehrfach nur das Aluminium oder die Torhüterin. Der Rückstand aber war nicht mehr aufzuholen, denn auch die Mädels vom TuS Komet Arsten bewiesen Qualität und Cleverness. Am Ende hatten die Bremerinnen das glücklichere Ende für sich und besiegten die Ladies mit 33:29.

Erhobenen Hauptes fuhren die Ladies wieder nach Rosdorf. Zwar mussten Sie die Punkte in der Hansestadt belassen, haben bei Gegnerinnen und Zuschauern aber einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Einstellung stimmte, die Leistung stimmte, nur der Ball, der wollte nicht immer so wie die Ladies – und vielleicht hatte ja auch der Handballgott diesmal etwas dagegen.

HG: Tektonidis, Scharbatke (4), Hertum (3), Cramer (3), Otto, Mündemann (7), Moschner (10), Münter, Gebert, Braun (TW), Herbold, Deutschler (TW), Keppler (2)

Uwe Scharbatke / Foto: Jan Bergolte (Archiv)

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