TV Jahn Duderstadt entscheidet Krimi für sich


Handball-Verbandsliga:

 
Der TV Jahn Duderstadt, Absteiger aus der Handball-Oberliga, hat am zweiten Verbandsliga-Spieltag das Südniedersachsenderby in der Schlussphase zu seinen Gunsten gedreht: Die Jahner siegten bei der starken HSG Rhumetal noch mit 29:27 (12:15).

Göttingen/Eichsfeld. Hingegen verlor mit der HG Rosdorf-Grone ein weiterer Absteiger sein zweiten Saisonspiel in Wittingen. Auch der MTV Geismar ging beim Aufsteiger MTV Groß Lafferde im Landkreis Peine leer aus. Als weitere Mannschaft des Kreises Göttingen feierte die HSG Oha einen 27:22-Erfolg gegen den VfB Fallersleben.

HSG Rhumetal – TV Jahn Duderstadt 27:29 (15:12)

54 Minuten und 15 Sekunden: Genau zu diesem Zeitpunkt läutete der neunfache Torjäger und Kapitän Justin Brand per Siebenmeter die Wende zugunsten der Eichsfelder ein, die 27 Sekunden vor Schluss durch den wieder genesenen Linksaußen Til Winkler einen hart erkämpften 29:27-Sieg feierten. Schließlich lag der TV Jahn beim 10:15 (25.) und 13:18 (33.) mit bis zu fünf Toren zurück, ehe der Sieger den spannungsgeladenen Krimi vor rund 400 Zuschauern zu seinen Gunsten entschied. „Wir haben in der Katlenburger Burgberghalle sicherlich eines der besseren Verbandsligaspiele gesehen“, befand nicht nur Duderstadts Vorsitzender Ekkehard Loest. „Rhumetal war ein richtig starker Gegner. Am Ende hat die Physis zu unseren Gunsten entschieden.“

Tore TVJ: Brand (9/1), Junakovic (7), Winkler (4), Böttcher, Deni (je 3), N. Grolig, Osei-Bonsu, Rollheuser (je 1)
Die meisten Tore der HSG Rhumetal erzielten Zimmermann (9/1), Falkenhain (6) und Fynn Kreitz (4)

MTV Groß Lafferde – MTV Geismar 33:27 (15:10)

Schnell lagen die Südstädter beim Aufsteiger mit 1:4 zurück und rannten bis zum Schlusspfiff immer einem Rückstand hinterher: „Wir hatten wegen des ungewohnten Klebers am Ball Startprobleme“, erklärte Trainer Dominik Kemke die Ausgangslage: „Im weiteren Verlauf war das Team gleichwertig und hat richtig gekämpft.“ Der dreifache Torschütze Lennart Versemann erkannte aber den Sieg der seit nunmehr zwei Jahren zu Hause ungeschlagenen Gastgeber neidlos an: „Groß Lafferde hat verdient gewonnen“, sagte Versemann.

Tore MTV: Kusterer (6/2), Kempernolte (5), Kupsch, Zosel (je 3), Versemann (3/2), Benda, König (je 2), Förster, Janßen, Werkmeister (je 1)

SG VfL Wittingen/Stöcken – HG Rosdorf-Grone 28:22 (11:9)

Zuhause in Rosdorf wurde am Sonntag noch tüchtig Kirmes gefeiert, und auch HG-Torjäger Philipp Nörtemann hatte Grund zur Freude – immerhin war er am Wochenende auf unbestimmte Zeit in Richtung Vancouver in den Westen Kanadas abgehoben. Dieses stimmungsvolle Bild trübte Verbandsligist HG Rosdorf-Grone, der auch sein zweites Saisonspiel in Folge verlor. Schulz konnte mit lädierter Schulter nur in der Abwehr spielen. Zwar mühte sich die HG, blieb aber am Ende auf der Strecke. „Dennoch sind wir auf dem richtigen Wege“, sagte Trainer Marcus Wuttke.

Tore HG: Herthum (7/5), Messerschmidt (4), Schulz (3), Breitmeyer, Hornig, Kutz (je 2), Chapdelaine, Frölich (je 1)

Von Ferdinand Jacksch

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 10.09.2018

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.