HSG wirft HG Abstieg entgegen


Handball-Oberliga Frauen: Viebrans-Team siegt beim Lokalderby in Rosdorf nur knapp mit 30:28.

Göttingen. Das dürfte es dann wohl gewesen sein! Die HG Rosdorf-Grone verlor in der Handball-Oberliga der Frauen mit 28:30 (12:14) gegen den Lokalrivalen HSG Göttingen. Von Schützenhilfe also keine Spur im Duell der beiden südniedersächsischen Teams. Für die Rosdorferinnen wird sich auch angesichts des schweren Restprogramms mit Spielen beim Tabellenzweiten Hannoverscher SC, dem Tabellensiebten MTV Rohrsen (jeweils auswärts) und zum Schluss zuhause gegen Spitzenreiter Eintracht Hildesheim, der beim 27:30 gegen Heidmark erst sein zweites Saisonspiel verlor, der Absturz in die Landesliga Braunschweig kaum noch vermeiden lassen.

Nach einem missratenen Auftakt, bei dem die HSGerinnen durch Marieke Lieseberg und zweimal Vivien Tischer mit 3:1 in Front gingen, fing sich das Team von HG-Coach Stephan Albrecht jedoch schnell wieder und ging selbst in Führung. Herausragend war dabei bei den mit aller Macht kämpfenden Rosdorferinnen vor allem Amrei Gutenberg, die nach Freda Seifert 4:3 dreimal in Folge zum 8:7 traf.

Albrecht sorgt für Umschwung

Linksaußen Silvana Eisenhauer brachte das Albrecht-Team beim 9:8 (19. Minute) allerdings schon letztmals nach vorn. Auf der Gegenseite sorgte Antonia Albrecht mit dem 10:9 dann für den Umschwung der HSGerinnen. Bitter für Rosdorf, dass der Ball mehrmals nur gegen Pfosten und Latte flog. Dennoch tat sich das Gäste-Team in der ersten Hälfte lange schwer gegen die 5:1-Deckung der HGerinnen mit Shari Kehler auf der Spitze. Michelle Rösler, Janica Voigt und Tischer brachten das Viebrans-Team bis zur Pause mit 14:12 in Führung.

Nach Wiederbeginn bauten Kimberly Schmieding, Rösler und erneut zweimal Rösler den Vorsprung auf 18:14 für die Gäste aus. Doch die tapfer fightenden Gastgeberinnen konnten durch Freda Seifert wieder zum 18:18 (43.) ausgleichen. Auch beim 20:21 (48.) und 22:23 (50.) war die Mannschaft von Trainer Albrecht noch dran am Tabellensechsten. 56 Sekunden vor Schluss verkürzte Zara Moschner sogar noch einmal auf 28:29. Zum Ausgleich reichte es jedoch nicht mehr, Lieseberg sorgte eine Sekunde vor dem Abpfiff für den Endstand.

„Trotz der Brisanz war es ein faires und hochklassiges Spiel“, strich Viebrans heraus. „Rosdorf gab nie auf, spielte auf Augenhöhe. Wir hatten aber auf alle Abwehr-Varianten eine Antwort.“

„Wir waren auf keinen Fall schlechter“, fand Stephan Albrecht. „Mit unserer offensiven Deckung haben wir den Gegner beeindruckt. Wir kriegen aber immer nur Komplimente statt Punkte.“

HG: Schlote, Schorn – Frölich 1, A. Gutenberg 8/1, Cohaus 1, Gerke, Eisenhauer 6, Kehler 1, Leonard, Seifert 3/1, M. Gutenberg 5/3, Moschner 3.

HSG: Bühn – Tischer 3/1, Wehnert, Kairat, J. Schmieding 2, Bause 1, Lieseberg 3, Voigt 4, K. Schmieding 6/4, Rösler 8, Albrecht 3, Lohmann.

Geismar-Aufstieg vertagt

Der MTV Geismar konnte den Aufstieg in die Frauen-Oberliga am Sonntag noch nicht feiern. In Dransfeld gab es eine 18:21-Schlappe. Das Torverhältnis (plus 129) spricht aber klar für den MTV. (gsd)

Von Helmut Anschütz

Quelle: hna.de, 16.04.2018

Bildunterschrift: Spektakuläres Tor von Rosdorfs Maite Gutenberg (rechts): Im Fallen setzt sich die HGerin gegen die HSGerin Michelle Rösler durch. Links die HSGerin Nadine Bause. Foto: Jelinek/gsd

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