Göttingens Handball-Schwestern

Oberliga: Janina und Kimberly Schmieding bei der HSG, Maite und Amrei Gutenberg bei der HG Rosdorf-Grone.

Göttingen. Zwei Schwester-Paare bestimmen das Geschehen bei den beiden regionalen Frauen-Teams in der Handball-Oberliga. Bei der HSG Göttingen gehören Kimberly und Janina Schmieding zu den herausragenden Torschützinnen, bei der stark abstiegsbedrohten HG Rosdorf-Grone sind es Amrei und Maite Gutenberg.

HSG Göttingen – HSG Heidmark (Sa., 18 Uhr)

HSG-Coach Uwe Viebrans hofft im Verfolgerduell gegen Heidmark auf den Einsatz von Kimberly Schmieding, die wie Vivien Tischer unter einem Infekt litt. Kimberly Schmieding (23) ist mit ihrer zwei Jahre älteren Schwester Janina ein HSG-Urgestein. „Die beiden sind von Anfang an seit den Minis dabei“, sagt Viebrans, dessen Klub er ab dem Jahr 2000 den Jugendbereich aufbaute. Im Seniorenbereich ist das Tor-Duo seit sechs Spielzeiten dabei, nachdem C-, B- und A-Jugend durchlaufen wurde.

Was zeichnet die Schmieding-Geschwister aus? „Sie haben ein großes Kämpferherz, geben nie auf und bringen den Sinn zum Siegen mit“, beschreibt Viebrans die beiden Eckpfeiler seines Teams. Nachdem Janina Schmieding Nachwuchs bekam, ist sie inzwischen wieder ebenso unersetzlich wie ihre Schwester Kimberly, die sich im vergangenen Sommer einer Fußoperation unterziehen musste. Das interne Tor-Duell ist derzeit aber eindeutig: Spielmacherin Kimberly traf bisher 115 Mal (davon 41 Siebenmeter), Janina, die meist Rechtsaußen oder im rechten Rückraum agiert, war bislang 79 Mal (davon 31 Siebenmeter) erfolgreich. Michelle Rösler traf zudem auch noch 113 Mal – insofern hat die HSG sogar ein „Tor-Trio“.

Mit der HSG Heidmark treffen die HSGerinnen am Samstag auf ein „starkes Kaliber“, das einen „robusten Spielstil“ hat, so Trainer Viebrans. Das Hinspiel hatte die HSG mit 25:32 verloren, wobei die erste Halbzeit total danebenging, die zweite dann sogar gewonnen wurde. Achtung: Auswärts holte Heidmark bereits gute 10:6-Punkte.

Maite Gutenberg

HG Rosdorf-Grone – MTV Vater Jahn Peine (Sa., 18 Uhr)

Auch bei den Rosdorferinnen gibt es mit Amrei und Maite Gutenberg zwei Schwestern, die in der vergangenen Saison teilweise von Mutter Edda Gutenberg gecoacht wurden. Amrei ist mit 111 Treffern die herausragende Torschützin der HGerinnen, gefolgt von Silvana Eisenhauer (90 Tore). Maite Gutenberg, die lange studienbedingt wegen eines Auslands-Aufenthaltes in Frankreich nicht spielte, taucht noch nicht unter den Top-100-Torschützinnen der Frauen-Oberliga auf. Amrei Gutenberg fing einst beim MTV Grone mit dem Handball an.

Für die Rosdorferinnen ist das Abstiegs-Endspiel gegen Peine wohl schon die letzte Chance im Kampf um den Klassenerhalt. Die HG (7:29) hat drei Zähler Rückstand auf den Aufsteiger. Sollte es die siebte Heimniederlage und damit die insgesamt 15. Schlappe geben, dürfte die Rettung ungeheuer schwierig werden. So ist voller Einsatz gegen Peine gefragt. (haz/gsd-nh)

Quelle: hna.de, 22.02.2018

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