Plesse will nachlegen – Rosdorf reist erneut

Handball-Oberliga

Handball-Oberligist HSG Plesse-Hardenberg will gegen die HSG Nienburg im zweiten Heimspiel in Folge nachlegen. Die zweite Auswärtsbegegnung in Folge soll für Schlusslicht HG Rosdorf-Grone beim Lehrter SV nicht erneut um Verhängnis werden.

Bovenden/Rosdorf. HSG-Gegner Nienburg wird von personellen Turbulenzen geplagt, Plesse-Hardenberg will sich dadurch aber nicht aus dem Konzept bringen lassen.

HSG Plesse-Hardenberg – HSG Nienburg (Sonntag, 17 Uhr, Sporthalle Bovenden). Mit dem Rückenwind aus dem 35:26-Derbysieg gegen den TV Jahn Duderstadt will das Burgenteam auch das zweite von drei Heimspielen in Folge gewinnen. Gegner ist diesmal der Tabellenzehnte HSG Nienburg, der erst vier Spiele gewonnen hat. Mitte Dezember hatten die Gäste von der Weser Dirk Pauling als bisherigen Trainer der ersten Herrenmannschaft entmachtet. „Unsere Entscheidung erfolgte nicht aufgrund der aktuellen Serie von Niederlagen. Vielmehr soll durch neue Impulse die Entwicklung der Mannschaft für die nächsten Jahre vorangetrieben werden“, hieß es seitens des Vereins. „Nach der langen und erfolgreichen Arbeit mit der Mannschaft waren auf beiden Seiten durchaus Abnutzungserscheinungen erkennbar. Die daraus resultierende gewisse Verunsicherung hat uns zu diesem Schritt veranlasst“, vermeldete die HSG. Bis auf weiteres hat Claas Wittenberg als Verantwortlicher die Betreuung des Oberligisten übernommen.

Von dem Wechselspiel in Nienburg darf sich die HSG Plesse nicht irritieren lassen. „Das nächste Spiel ist immer das schwerste“, zitiert Teammanager Thomas Reimann eine alte Binsenweisheit, „insbesondere in der ausgeglichenen Oberliga. Die Jungs sind aber gut drauf und wollen die beiden Heimspiele erfolgreich gestalten“, betont Reimann. „Ich bin mir sicher, dass das auch klappt. Das wäre ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt.“ Der 35-jährige Personalreferent Reimann war am vergangenen Wochenende gegen Duderstadt aufgrund der Ausfälle von Christian Brand (privat verhindert) und Sebastian Schindler (Entzündung) eingesprungen, um das Team für ein paar Minuten zu entlasten und es mit seiner Erfahrung zu unterstützen. Er leistete auch mit seinem Tor zum 26:20 einen Beitrag zum Sieg gegen die Eichsfelder.

Der zurzeit bestens aufgelegte Eike Gloth ist guter Dinge: „Der Sieg muss her. Darauf sind wir heiß.“ Trainer Dietmar Böning-Grebe sieht seine Mannschaft in der Bringschuld: „Wir arbeiten auf ein ausgeglichenes Punktekonto hin. Also sind wir noch nicht im Ziel und müssen mindestens noch vier Zähler einfahren“, fordert der Coach. „Wir müssen die Spannung hochhalten.“ Das Hinspiel in Nienburg endete 24:24.

Lehrter SV – HG Rosdorf-Grone (Sonnabend, 18.30 Uhr). Bereits vier Punkte trennen Rosdorf-Grone von einem Nichtabstiegsplatz. Gastgeber Lehrter SV hat zuletzt mit einem 36:26-Sieg gegen die SF Söhre aufhorchen lassen. Somit ist die HG erneut Außenseiter: „Die Luft wird immer dünner. Wir müssen einfach anfangen, die Punkte zu holen.“ Laut Menn greifen die Synergieeffekte des Trainerduos von Lennart Pietsch und Markus Wuttke immer mehr: „Wir müssen einfach den Klassenerhalt schaffen – für Rosdorf und die vielen Leute, die sich für den Verein aufopfern.“

Von Ferdinand Jacksch

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 25.01.2018

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