„Wutti“ kommt zurück zur HG Rosdorf-Grone

Handball-Oberliga

Mitten in die missliche Situation kommt die frohe Botschaft: Mit dem nach Göttingen zurückkehrenden Marcus Wuttke soll eine ehemalige Handballikone der HG Rosdorf-Grone Lennart Pietsch als Co-Trainer unterstützen. „Darüber freue ich mich riesig“, sagt die HG-Vorsitzende Inken Seebode.

Rosdorf. Elf Spiele, neun Niederlagen und Schlusslicht der Oberliga Niedersachsen: Und mitten in die missliche Situation kommt die frohe Botschaft: Mit dem beruflich aus Süddeutschland nach Göttingen zurückkehrenden Marcus Wuttke (42) soll eine ehemalige Handballikone der HG Rosdorf-Grone seine ganze Erfahrung in die Waagschale werfen und Lennart Pietsch als Co-Trainer unterstützen. „Darüber freue ich mich riesig“, sagt die HG-Vorsitzende Inken Seebode.

Schließlich geht es darum, nach dem personellen Umbruch zu Beginn der Saison die HG Rosdorf-Grone in der Klasse zu halten. „Das wäre cool“, hofft Wuttke, der die südniedersächsische Handballszene seit seinem Weggang 2011 nie aus den Augen verloren und die Kontakte in die Heimat gepflegt hat. Jetzt hat der ausgebildete Physiotherapeut Dr. Marcus Wuttke ab 1. Januar 2018 einen Job an der Universität Göttingen bekommen und will in Sachen Handball nicht untätig bleiben. Derzeit trainiert „Wutti“, wie er im Freundes- und Bekanntenkreis nur genannt wird, in der Nähe von Augsburg noch den Bezirksoberligisten TSV Schwabmünchen. Dafür pendelt er vorerst weiter, wohnen doch auch noch seine Familie mit Ehefrau Juliane (Berufsschullehrerin) und dem elfjährigen Sohn Tom in Königsbrunn unweit von Augsburg.

Routine reinbringen

Um bei der HG Rosdorf-Grone die Erfahrungen von Wuttke zeitgerecht einzubringen, ist das Training dort verlegt worden. Zukünftig werden die Übungseinheiten dienstags und mittwochs angesetzt, ehe „Wutti“ den Rest der Woche im Kreise der Familie verbringt und den TSV Schwabmünchen zur Verfügung steht. „Wenn die Mannschaft der HG Rosdorf-Grone ihr ganzes Potenzial herauskitzeln würde, dann müsste sie nicht auf dem letzten Platz stehen.“

Und gerade an dieser Stelle will „Wutti“ seine Routine einbringen und weiteres Talent aus dem Team herauskitzeln. „Lenni Pietsch braucht als junger Trainer an dieser Stelle jetzt Unterstützung“, glaubt nicht nur Marcus Wuttke, der „die Jungs in die Spur bringen“ und die kommende Saison im Blick halten will. Das braucht seine Zeit, schließlich haben sich seit Wuttkes Weggang 2011 die Strukturen der HG Rosdorf-Grone deutlich verändert – zuletzt im Juni dieses Jahres, als Inken Seebode den bisherigen Vorsitzenden Jürgen Weißke ablöste. Jetzt hofft die HG, dass die „Mission Wuttke“ funktioniert und „wir noch ein paar Punkte holen können“. Es gehe jetzt erst einmal ausschließlich um den Klassenerhalt.

Übrigens: Dr. Marcus Wuttke studierte Sportmedizin in Irland und Sportwissenschaften in Göttingen. Er leitete das Gesundheitszentrum bei der Spielvereinigung Unterhaching. Außerdem unterrichtete er an der Physiotherapieschule in München. Nach dem Ende seiner aktiven sportlichen Laufbahn beim TSV Friedberg (2. und 3. Liga) begann er seine Trainerkarriere bei diesem Verein. Außerdem ist er derzeit noch Auswahltrainer beim Bayrischen Handball-Verband für den Jahrgang 2001 und Stützpunkttrainer. Schon seit Kindesbeinen ist Wuttke dem Handball verbunden. Er begann seine Karriere in Göttingen, wo er es in der Jugend bis in den damaligen Zweitliga-Kader schaffte. Auch bei den Herren spielte er hochklassig, unter anderem in Hessen und bei der HG Rosdorf-Grone. Die Oberliga war über viele Jahre seine sportliche Heimat.

Von Ferdinand Jacksch

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 12.12.17

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