Derby zwischen HSG Göttingen und HG Rosdorf-Grone


Handball-Oberliga:

Der Tabellenvierte HSG Göttingen gegen das Schlusslicht HG Rosdorf-Grone: Das mit Spannung erwartete Nachbarschaftsderby der Handball-Oberliga der Frauen steigt am Sonntag um 16 Uhr in der Sporthalle der BBS II an der Godehardstraße.

Göttingen/Rosdorf. Von der Papierform her sind die Rollen eigentlich klar verteilt. „Doch ein Derby hat immer seine eigenen Gesetze, und es ist offen wer gewinnt“, bedient sich die 22-jährige Michelle Rösler einer alten Fußballweisheit. Die mit 71 Toren erfolgreichste Torjägerin der HSG befindet sich im letzten Jahr ihrer Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin in Uslar. „Wir gewinnen gegen Rosdorf, weil wir unser Motto ’einer für alle und alle für einen’ als Team umsetzen“, ist Rösler überzeugt: „Unser Zusammenhalt bringt viele Gegner an ihre Grenzen, weil unsere Konkurrenten nicht gegen einzelne Spielerinnen antreten, sondern gegen das ganze Team.“ Für Rösler ist Handball jedenfalls ein guter Ausgleich, bei dem man sich richtig auspowern kann: „Es macht mir jedenfalls sehr viel Spaß, in der Mannschaft zu spielen.“ Den Ausgang des Spiels lässt auf der Gegenseite Amrei Gutenberg, die beste Werferin der HG Rosdorf-Grone, erst einmal offen: „Derbys sind halt immer andere Spiele. Da kann alles passieren“, glaubt die 28-jährige Grundschullehrerin, die nach ihrer Babypause in dieser Saison wieder voll im Oberliga-Team eingestiegen ist.

Unterdessen reklamieren weitere Leistungsträgerinnen aus Göttingen eindeutig die beide Punkten für ihr Team: „Wir gewinnen gegen Rosdorf-Grone, weil wir auf jeder Position stark besetzt sind und in den vergangenen Spielen eine super Abwehrleistung inklusive der Torhüterin gezeigt haben“, ist sich die torge-fährliche Kimberly Schmieding sicher. In acht Begegnungen hat die seit 2000 dem Verein angehörige Spielerin mit der Rücknummer 13 (ehemaliger Fan von Michael Ballack) 46 Tore erzielt.

Auf 42 Treffer brachte es bis dato Linksaußen Silvana Eisenhauer von der HG Rosdorf-Grone: „Auf dieses Spiel sind wir noch heißer. Wir glauben daher an die Wende“, lässt die Ex-Wilhelmshavenerin vom Schlusslicht HG Rosdorf-Grone ausrichten. Weil der neue HG-Trainer Stephan Albrecht wegen einer OP ausfällt, bezieht die Vorsitzende Inken Seebode Stellung zu den Erfolgschancen: „Wir gewinnen bei der HSG, weil uns Derbys liegen und wir dort immer besonders motiviert sind.“ Dem hält HSG-Coach Uwe Viebrans entgegen: „Wir gewinnen, weil wir durch unsere geschlossene Mannschaftsleistung einen starken Teamgeist haben und jeder für jeden kämpft.“

Derweil ist klar: Dietmar Koch, Trainer der männlichen A-Jugend, wird bei den Oberliga-Frauen der HG Rosdorf-Grone als Interimscoach fungieren, bis der neue Trainer Stephan Albrecht nach seiner jüngsten OP wieder fit ist. Das teilte die HG-Vorsitzende Seebode dem Tageblatt auf Anfrage mit. Koch wird demnach erstmals am Sonntag im Derby auf der Bank sitzen.

Von Ferdinand Jacksch

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 16.11.2017

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