HG Rosdorf-Grone empfängt TG Münden


Handball-Oberliga

Das zweite südniedersächsische Derby in der Handball-Oberliga in Folge steigt am Freitag zwischen der HG Rosdorf-Grone und dem sieglosen Schlusslicht TG Münden. Anpfiff ist um 20 Uhr in der Rosdorfer Sporthalle. Die HSG Plesse-Hardenberg reist am Sonnabend (19.30 Uhr) zur SG Börde Handball.

Rosdorf. Die Rollen im Kreisderby sind klar verteilt: Die HG Rosdorf-Grone ist zu Hause verlustpunktfrei, während der personell arg gebeutelte Aufsteiger TG Münden mit 0:6 Punkten immer noch auf das erste Erfolgserlebnis wartet. „Wir wollen zuhause ungeschlagen bleiben“, sagt HG-Mittelmann Markus Wächter, der in den vergangenen Spielen gute Noten gesammelt hat.

Die Mannschaft sei sich bewusst, dass für einen Heimsieg vor allem mehr Mut als bei der 21:25-Niederlage bei der HSG Plesse-Hardenberg erforderlich ist. „Wir werden jetzt umso motivierter sein“, betont Wächter.

Die HG Rosdorf-Grone ist jedenfalls Favorit. „Bei so vielen verletzten und erkrankten Spielern kommt eine solche Partie nicht gerade gelegen“, klagt Mündens Trainer Matthias Linke vor dem Kreisderby. Das Mündener Spiel steht und fällt mit Torjäger Christian Grambow – und der wird laut Linke nach einer Entzündung am Steißbein „weiterhin auf unbestimmte Zeit ausfallen“.

Die nächste Hiobsbotschaft aus der Drei-Flüsse-Stadt: Mit Pascal Pfaffenbach wird ein weiterer Spieler für mehrere Monate fehlen. Der Rückraumspieler, der zuletzt den ausgefallenen Grambow ersetzte, bekam jüngst einen Schlag auf die Hand und riss sich dabei ein Band am rechten Daumen. Nun wartet auf ihn eine Operation und eine mehrmonatige Spielpause.

TG-Trainer Matthias Linke will
aus der Not eine Tugend machen

„Somit müssen wir aus der Not eine Tugend machen“, unterstreicht TG-Trainer Linke. „Leider wird sich die Situation in Kürze nicht entspannen. Wir werden aber unsere Einsatzbereitschaft und kämpferische Leistung weiterhin hochhalten und so die ersehnten Punkte bald einfahren.“

HG-Coach Lennart Pietsch warnt davor, leichtsinnig zu werden: Münden habe bei der 25: 27-Heimniederlage gegen Söhre „über 50 Minuten super mitgehalten und hat als Schlusslicht außerdem nichts verlieren“. Ein HG-Schwachpunkt soll gegen Münden abgestellt werden: „Es uns zum vierten Mal in vier Spielen passiert, dass die Mannschaft für zehn, 15 Minuten einfach abschaltet“, verdeutlicht Pietsch. Fehlen wird Linksaußen Sebastian Kutz, der sich zur Zeit auf einer Sprachreise in Dublin befindet. Hinter Rechtsaußen Mathis Ruck steht nach seiner Einblutung in die Muskulatur noch ein Fragezeichen. „Unsere Mannschaft wird kämpfen sowie alles geben und sich dann auch hoffentlich selbst belohnen“, sagt Ruck. Fest steht, dass Torjäger Aaron Frölich erneut aushelfen wird.

Die HSG Plesse-Hardenberg peilt am Samstag bei der bislang sieglosen SG Börde Handball den dritten doppelten Punktgewinn in Folge an: „Sollte unsere Abwehr so wie in den vergangenen Spielen funktionieren, könnte unsere Miniserie anhalten“, glaubt Kapitän Sebastian Herrig. Trainer Dietmar Böning-Grebe ergänzt: „Ich muss meinen Jungens erst einmal erklären, dass das Spiel kein Selbstläufer ist, zumal der sieglose Gastgeber in seiner misslichen Lage alles daran setzen wird, endlich zu punkten.“

Die Chancen stünden 50:50, glaubt der Coach, der wohl auf Neuzugang Malte Sültmann verzichten muss, der sich mit Knieproblemen herumplagt. Das Prunkstück der HSG ist zur Zeit die gute Deckung. „Daran wollen wir auch an diesem Wochenende anknüpfen“, betont der Trainer, der im Rückraum wieder auf den zuletzt erkälteten Malte Jetzke bauen kann.

Von Ferdinand Jacksch

Bildunterschrift: Derbyzeit: Till Herthum von der HG Rosdorf-Grone im Spiel gegen die TG Münden beim Sprungwurf. Quelle: Heller

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 27.09.2017

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