Derbysieg für Plesse


Handball-Oberliga

Die HSG Plesse-Hardenberg hat das Handball-Oberliga-Derby gegen die HG Rosdorf-Grone mit 25:21 (11:12) gewonnen. Vor 500 Zuschauern feierte das Burgenteam in Bovender Sporthalle damit den ersten Heimsieg.

Bovenden. Die Gastgeber legten in einem streckenweise spannenden Spiel 5:3 (11.) vor, wurden aber mit laufender Spielzeit wieder eingeholt und mussten sich eine zwischenzeitliche Wende gefallen lassen. Bei den Gästen half der mittlerweile in Braunschweig beruflich tätige Torjäger Aaron Frölich aus und erzielte beim 7:8 (18.) seinen ersten Treffer, bevor der erste Ausgleich durch das 28. Saisontor von Hendrik Sievers fiel. Und schließlich resultierte aus dieser Sturm- und Drangphase die erste HG-Führung zum 9:8 (24.) durch Kreisläufer Daniel Menn. Der hauchdünne Vorsprung der Rosdorf-Groner hatte unter den Augen ihres ehemaligen Trainers Gernot Weiss auch zur Pause Bestand.

Davon ließ sich das Burgenteam um den zuletzt torgefährlichen Rechtsaußen und diesmal eng gedeckten Patrick Schindler keineswegs beeindrucken. Spielten beide Klubs im ersten Durchgang noch weitgehend auf Augenhöhe, so zogen die couragiert aufspielenden Gastgeber in der zweiten Halbzeit binnen fünf Minuten von 16:15 (43.) auf 19:15 (48.) davon. Dazu trug entscheidend der wurfgewaltige Sebastian Schindler bei, der mit seinen fünf Treffern im zweiten Durchgang kaum zu stoppen war. Dazu kam nach dem Wiederanpfiff auch der eingewechselte Schlussmann Markus Ahlborn, der in der 32. und 35. Minute mit seinen zwei parierten Siebenmetern seinen Vorderleuten weiteren Auftrieb gab. Als dann noch Jonas Smidt mit dem 14:13 (39.) die HSG-Führung endgültig zurückerkämpft hatte, da gerieten nicht nur die heimischen Fans mit ihrem lautstarken Trommelwirbel immer mehr in Fahrt.

Von da an liefen die Gäste nur noch einem Rückstand hinterher, den der spätere Verlierer entsprechend kommentierte: „Wir haben irgendwann in der zweiten Halbzeit aufgehört Handball zu spielen“, ärgerte sich Kreisläufer Daniel Menn: „In den letzten fünf Minuten haben wir den Faden verloren.“ Da zog die HSG von 21:19 (56.) auf 25:20 (59.) entscheidend davon.

„Plesse wusste auf jede Situation eine Antwort und hat verdient gewonnen“, zeigte sich HG-Trainer Lennart Pietsch als fairer Verlierer: „Uns hat in der zweiten Halbzeit der Mut nach vorne gefehlt. Außerdem haben wir zu viel liegengelassen.“ Allein drei der fünf zugesprochenen Siebenmeter konnte Torjäger Hendrik Sievers nicht verwerten.

„Wir hatten den längeren Atem“, freute sich nach dem Abpfiff der stark auftrumpfende Sebastian Schindler. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit Tor um Tor nach vorne gearbeitet. So haben wir trotz unserer Personalnot im Rückraum wieder das Optimale herausgeholt“, lobte Trainer Dietmar Böning-Grebe seine Team für den verdienten Sieg.

HSG-Tore: Brand (8/2), S. Schindler (5), P. Schindler (4), Gloth, Herrig (je 3), Smidt, Sültmann (je 1)

HG-Treffer: Sievers (5/2), Frölich (4), Menn, Osei-Bonsu (je 3), Burgdorf, Wächter (je 2), Kutz, Herthum (je 1)

Von Ferdinand Jacksch

Bildunterschrift: Die HSG Plesse-Hardenberg hat das Handball-Oberliga-Derby gegen die HG Rosdorf-Grone mit 25:21 (11:12) gewonnen. Quelle: Heller

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 23.09.2017

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