HSG Plesse trifft im Derby auf HG Rosdorf-Grone


Handball-Oberliga

Der Tabellensiebte gegen den Fünften: Das sind die Eckdaten vor dem Derby der Handball-Oberliga zwischen der HSG Plesse-Hardenberg und der HG Rosdorf-Grone. Anpfiff ist am Freitag um 20 Uhr in der Bovender Sporthalle am Wurzelbruchweg.

Bovenden. „Die Chancen stehen 50:50“, sind sich HSG-Trainer Dietmar Böning-Grebe und HG-Coach Lennart Pietsch einig. Die erfolgreichsten Torjäger beider Seiten formulieren ihre Ziele dagegen deutlich: „Wir wollen die Punkte in Bovenden behalten und damit unseren ersten Heimsieg einfahren“, sagt Rechtsaußen Patrick Schindler, der elf seiner bisher 21 Tore am vergangenen Sonntag beim 30:23-Sieg in Söhre erzielt hat.

Elfmal hat zuletzt auch Hendrik Sievers getroffen und dabei maßgeblich zum jüngsten 29:24-Erfolg gegen den VfL Hameln beigetragen. „Jetzt wollen wir auch unseren ersten Auswärtssieg“, meldet der mit bisher 25 Toren wurfgewaltigste Rückraumspieler die Ansprüche der HG Rosdorf-Grone an. „Plesse-Hardenberg ist favorisiert. Wir sind aber nicht chancenlos“, glaubt HG-Coach Pietsch.

Beim 17:17 im Pokal hatten sich vor einigen Wochen schon einmal beide Mannschaften auf Augenhöhe gegenübergestanden – allerdings nur über zweimal 15 Minuten. Letztlich ging der Sieg im Siebenmeterwerfen an Rosdorf-Grone. In der vergangenen Saison gewann Plesse-Hardenberg vor fast genau einem Jahr am 23. September 2016 das Heimspiel gegen die HG Rosdorf-Grone mit 24:22. Im Rückspiel revanchierte sich die gastgebende HG mit einem klaren 32:24-Erfolg.

Für beide Seiten aufgelaufen ist während seiner Handballkarriere bereits der 36-jährige Christian Brand, der seit 2015 für die HSG Plesse-Hardenberg spielt. Zu Wochenbeginn lag er allerdings noch mit Fieber im Bett. „Ich hoffe, dass ich bis Freitag wieder fit bin“, ließ der Torjäger verlauten. Er erwarte „ein spannendes Derby, in dem wir aufgrund des Heimrechts favorisiert sind“.

Im gleichen Atemzug zeigt Brand Vorteile auf: „Aktuell spielen wir eine sehr gute Abwehr. Das ist unsere Basis.“ Mit 73 Gegentoren in drei Spielen weist Plesse sogar die momentan beste Defensive der Liga auf. „Im Angriff müssen wir uns aber aufgrund der Personalsituation immer was einfallen lassen“, unterstreicht Brand.

Das hat vor zwei knapp zwei Wochen gegen den Ligafavoriten MTV Vorsfelde geklappt, als die HSG fast ein halbes Dutzend Stammspieler ersetzen musste und dennoch den Gast fast an den Rand einer Niederlage brachte. Das hat auch beim Sieg in Söhre funktioniert. „Da lief es auch mit nur zwei etatmäßigen Rückraumspielern ganz ordentlich“, zeigt sich Rechtsaußen Patrick Schindler zuversichtlich.

HG-Trainer Dietmar Böning-Grebe lässt sich bei seinen taktischen Überlegungen für das Derby aber nicht in die Karten schauen. Mit den zuletzt verhinderten Sebastian Schindler, Malte Jetzke und Marvin Grobe dürfte der Rückraum merklich entlastet werden.

„Das wird ein Vier-Punkte-Spiel. Alle Zutaten für ein spannendes und heißes Derby sind im Topf, und am Freitag wird gekocht“, macht Trainer Böning-Grebe schon tüchtig Stimmung. Auch die „jungen Wilden“ der HG Rosdorf-Grone sind kaum noch zu bremsen: „Wir sind gallig und haben Bock“, so Linksaußen Sebastian Kutz. Und auch Rechtsaußen Yannik Burgdorf schürt das Feuer: „Wir sind schon heiß und werden brennen.“

Rosdorfs Rechtsaußen Mathis Ruck ist mit einer Einblutung in die Muskulatur definitiv nicht dabei. Hinter den Einsätzen von Lasse Messerschmidt (Leiste) und Marvin Hornig (Rücken) stünden noch Fragezeichen, vermeldet HG-Trainer Pietsch.

Von Ferdinand Jacksch

Bildunterschrift: In der ersten Runde des HVN-Pokals unterlag die HSG Plesse-Hardenberg (gelbe Trikots) der HG Rosdorf-Grone knapp im Siebenmeterwerfen. Quelle: Bänsch

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 20.09.2017

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