Ein Student ist neuer Trainer in Rosdorf


Oberliga Niedersachsen: Der 27 Jahre alte Lennart Pietsch übernimmt für denzurückgetretenen Christian Calliat

ROSDORF – Der 27jährige Student Lennart Pietsch ist neuer Trainer des südniedersächsischen Oberligisten HG Rosdorf-Grone vor den Toren der Universitätsstadt Göttingen. Der Nachfolger von Christian Caillat bezeichnet seine jüngste Berufung und großen Vertrauensbeweis „wie einen Ritterschlag. Ich habe unter anderen von allen Führungs-spielern Rückendeckung erhalten. Jetzt müssen wir einfach alle an einem Strang ziehen“, so Pietsch, der Nachwuchstalenten aus den eigenen Reihen eine Chance geben will, nachdem mit Hubertus Brandes, Aaron Frölich, Vlad Avram, Clemens Warnecke und Kim Krumsiek Rosdorf-Grone gleich fünf routinierte Stammspieler verlassen hatten.

„Das Ziel in der kommenden Saison kann erst einmal nur Klassenerhalt lauten“, betonte der 27-Jährige. Als „die richtige Person für diese Aufgabe“ bezeichnen  die neue HG-Vorsitzende Inken Seebode und Teammanager Rainer Mündemann unisono. „Pietsch ist ein Mann, der die HG Rosdorf-Grone lebt“, ergänzt  Mündemann. Pietsch hatte in der vergangenen Saison auch die Oberliga-Handballerinnen der HG Rosdorf-Grone trainiert, die nach einer starken Rückrunde  den siebten Rang belegten.

Schnelle Entscheidung

Pietsch stellte zuletzt Kraft-,  Konditions- und Lauftraining in den Vordergrund, ehe nach einer zweiwöchigen Sommerpause die spielerischen Elemente in den Vordergrund gerückt sind, um zum Saisonstart am 3. September gegen den Lehrter SV gerüstet zu. Bei der HGRG war der zu Saisonbeginn als Nachfolger von Gernot Weiss verpflichtete Franzose Christian Caillat nach wenigen Wochen im Amt aus persönlichen Gründen zurückgetreten. Binnen 24 Stunden war der bisherige Co-Trainer zum neuen Coach bestellt worden.

Zu den Beweggründen seines Rücktrittes wollte sich Caillat nicht weiter äußern. „Wir sind völlig überrascht worden und alles andere als glücklich“, ließ damals Teammanager Rainer Mündemann wissen. Für die neue HG-Vorsitzende Inken Seebode ist es „einfach nur schade“, dass Caillat zurückgetreten ist. „Schließlich haben wir an seiner Kompetenz nie gezweifelt. Ich halte Caillat für einen super Typen und habe gedacht, es ist alles in trockenen Tüchern.“

Bilck geht nach vorne

„Aus allen Wolken gefallen“ war auch Torwart Julian Krüger. „Damit hatte keiner von uns gerechnet. Wir hatten eigentlich das Gefühl, dass es Christian Caillat Spaß macht, mit dieser Mannschaft zu arbeiten.“ Auch der routinierte Kreisläufer Daniel Menn musste nach dem Rücktritt von Caillat „erst einmal den Atem anhalten“. Nun gilt der Blick nach vorne – getreu der Devise des Vereins: „Der Jugend gehört die Zukunft.“

Von Ferdinand Jacksch

Quelle: Handballwoche

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