Klassenerhalt als wichtigstes Ziel der Rosdorfer Oberliga-Handballer


Göttingen. In den vergangenen Jahren war die HG Rosdorf-Grone fast immer im Vorderfeld der Handball-Oberliga der Männer anzutreffen. Von solchen Erwartungen und Hoffnungen muss man sich in der kommenden Saison wohl erstmal verabschieden.

„Es geht diesmal nur um den Klassenerhalt“, sagt der neue Trainer Lennart („Lenny“) Pietsch. „Die Lage ist nicht einfach.“

Nach dem Wirbel im Vorstand mit dem Abgang von Jürgen Weißke und der Nominierung der neuen Vorsitzenden Inken Seebode ist man bei der HG um Ruhe im Klub bemüht. „Wie es gelaufen ist, ist es bescheiden gewesen“, sagt Pietsch und meint die Außendarstellung des Klubs, nachdem der eigentliche neue Coach Christian Caillat hingeschmissen hatte.
Hameln für Pietsch Favorit
Warum Pietsch die Hoffnungen dämpft, ist klar: „Die Liga ist nochmal deutlich stärker geworden, Fallobst gibt es nicht mehr.“ Das macht es für die HG nicht einfacher. Als Oberliga-Favoriten sieht Pietsch den VfL Hameln, dahinter noch Vorsfelde und Plesse.

Externe Neuzugänge gibt es bei den Rosdorfern diesmal nicht. Mit Torwart Niklas Seebode, Sebastian Kutz und dem zum x-ten Mal reaktivierten Chris Osei-Bonsu sollen die sechs Abgänge kompensiert werden. Dazu gibt es fünf Perspektivspieler aus dem Nachwuchs. „Wir werden auf junge Leute setzen, etwas anderes bleibt uns auch gar nicht übrig“, sagt der HG-Trainer – getreu des in der Halle am Siedlungsweg hängenden HG-Mottos: „Der Jugend eine Chance“. Pietsch: „Ich versuche, dies so gut wie möglich umzusetzen.“

Er vertraut dabei auf den guten Mix im Team: „Die Mischung zwischen erfahrenen und neuen, zwischen jungen und alten Spielern ist bei uns gut.“ Mit Torwart Krüger, Menn, Bohnhoff, Zech, Sievers, Ruck, Wächter, Herthum, Quanz und Burgdorf ist immerhin ein sehr ordentlicher Stamm geblieben.

Kooperation mit HG II

Verbessert werden soll die Kooperation mit der von Niklas Meyer gecoachten zweiten Mannschaft, die gerade in die Landesliga aufgestiegen ist. „Sonst läuft es nicht“, gesteht Lenny Pietsch umumwunden ein. „Wir können nächste Saison nur über die mannschaftliche Geschlossenheit kommen.“

Den ersten Test bestreiten die HGer am 13. August gegen Landesligist Spanbeck. Am 16. August geht es gegen den MTV Geismar, am 23. August gegen Verbandsligist HSG oha Osterode. Lenny Pietsch (studiert Geschichte und Sport), mit 27 der jüngste Trainer in der 4. Liga, ist nicht nur sportlich, sondern auch privat gefordert: Nächstes Jahr will er seine Bachelor-Arbeit schreiben.

Von Helmut Anschütz
Quelle: hna.de, 02.08.2017

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