HG Rosdorf-Grone gelingt Derby-Revanche


Frauenhandball-Oberliga:

In diesem Stadtderby hat es in dieser Saison keinen Heimvorteil gegeben: Nachdem die HSG Göttingen das Hinspiel in der Frauenhandball-Oberliga Anfang Dezember mit 34:27 in Rosdorf gewonnen hatte, drehte die HG Rosdorf-Grone den Spieß am Sonntagnachmittag um und setzte sich in der BBS-II-Halle mit 30:23 (15:11) durch.

Göttingen. Ein verdienter Erfolg für die Mannschaft von Trainer Lennart Pietsch – das erkannte auch sein Gegenüber Uwe Viebrans an. Hatte seine Mannschaft in den Anfangsminuten noch bis zum 4:3 (8.) geführt, erhöhte die HG dank eines Zwischenspurts Mitte des ersten Abschnitts auf 12:7 (22.) und gab diesen Vorsprung auch nicht mehr aus der Hand. Beim 18:20 (40.) kamen die Gastgeberinnen noch einmal bis auf zwei Tore heran, schafften es aber nicht, die Partie noch auszugleichen. Immer wieder scheiterten sie in dieser in der zweiten Halbzeit oft zerfahrenen Partie an HG-Torfrau Louisa Schlote, die anschließend strahlte. „Klar bin ich mit meiner Leistung zufrieden, aber die ganze Mannschaft hat super gespielt, unsere Trainingswoche war gut und außerdem hatten wir aus dem Hinspiel ja noch einiges gut zu machen.“

Sie hatte genauso wie Shari Kehler auf der Mittelposition im Angriff ein Sonderlob von Pietsch bekommen. „Derbysiege sind etwas besonderes. Normalerweise bediene ich ja eher meine Nebenleute und werfe nicht so viele Tore. Aber in diesem Spiel stand die Sperre gut“, freute sich die Rückraumspielerin über ihre fünf Treffer. Zweistellig fiel die Ausbeute von Zara Moschner aus, die in der zweiten Halbzeit sechs ihrer zehn Treffer für Rosdorf-Grone erzielte.

Viebrans bemängelte bei seiner Mannschaft die Trefferquote aus dem Rückraum. „Wir hatten Chancen für zwei Spiele, der Ball wollte heute einfach nicht rein. Wir haben von allen Positionen viel verworfen“, begann er gleich nach dem Abpfiff mit der Ursachenforschung. Seine Spielerinnen hatten viel Kraft in den erfolglosen Angriffen gelassen, in denen sie oft schon im Aufbau zu ungenaue Pässe spielten, die sie teilweise viel zu überhastet und unplatziert abschlossen.

Tore HSG: Tischer (2), J. Schmieding (3/1), Jansen (1), Lieseberg (1), Bause (5), Rösler (8), Lohmann (1), Gräser (2). – HGRG: Jäger (5), Moschner (10)Hille (5), Kehler (5), Seifert (5).

Von Kathrin Liening

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 30.04.2017

Bildunterschrift: HG Rosdorf-Grone mit Revanche bei HSG Göttingen in Frauenhandball-Oberliga

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