Flauer Sieg nach Rot für Weiss


Handball-Oberliga Männer: 31:21 für HG Rosdorf-Grone gegen Barsinghausen –

Rosdorf. So viel vorweg: Es gab schon wesentlich bessere Handball-Spiele bei den Oberliga-Männern der HG Rosdorf-Grone! Was sich die Gastgeber in der ersten Halbzeit gegen das Tabellenschlusslicht HV Barsinghausen leisteten, war allerdings genauso schwach wie der Auftritt der beiden Schiedsrichter Ede und Schönfeldt, die bei Spielerstrafen mehrfach den Überblick verloren und Rosdorfs Trainer Gernot Weiss in der 36. Minute die rote Karte zeigten. Der Coach hat ihrer Ansicht nach gemeckert.

In der Folge wurde er von Hubertus Brandes auf der Bank vertreten, der nach seinem Handbruch noch geschont wurde. Ein anderer Coach konnte noch gar nicht eingreifen: Auf der Tribüne verfolgte Christian Caillat die Partie, der in der kommenden Saison Weiss als Nachfolger ablösen wird. Er enthielt sich eines Kommentars.

Den gab dafür Hendrick Sievers ab: „Wir hätten deutlicher gewinnen müssen. In der zweiten Halbzeit haben wir dank einer aggressiven Abwehr und durch Tempogegenstöße gewonnen.“ Womit der Scharfschütze zweifellos recht hatte.

Doch nach einem 6:1-Start, nach dem alle Zuschauer wohl nur noch über die Höhe des Sieges spekulierten, schlich sich bei den HGern immer mehr der Schlendrian ein, eine Nachlässigkeit folgte auf die nächste. So schloss „Basche“ (Handball-Jargon für Barsinghausen) nach und nach auf zum 8:10. Doch als Rosdorf zwei Zeitstrafen kurz nacheinander erhielt, waren die Gäste nicht in der Lage, diesen doppelten nummerischen Vorteil zu nutzen – eben ganz Schlusslicht-like.

So wurde die schwache Partie zwischen der 16. und 30. Minute zu einem Fehlwurf-Festival auf beiden Seiten. Mathis Ruck sorgte dann für den 14:12-Pausenstand.

Danach kam „Basche“ zwar nochmal auf 13:14 heran, womit die HV-„Herrlichkeit“ aber beendet war. In der Folge legte Rosdorf einen Zahn zu, da wirkte sich auch die rote Karte für Weiss nicht aus, der das Spiel von der Tribüne aus verfolgte. Nach 38 Minuten führte die HG 20:15 und zog in der Folge langsam immer weiter davon Zehn Minuten vor Schluss war der Vorsprung der Gastgeber zweistellig (28:18). HG-Keeper Daniel Ziegler konnte sich noch durch einen gehaltenen Siebenmeter auszeichnen.
Nicht gerade hochklassig

Ein Ex-HGer fasste den Pflichtsieg dann treffend zusammen: „Das war nicht gerade hochklassig. Die HG hat in der ersten Halbzeit viel zu viele Chancen ausgelassen“, meinte Gerrit Kupzog, der in Darmstadt studiert und für den hessichen Oberligisten Griesheim spielt. Trotz seines Zutuns ist das Team nur Letzter.

HG: Krüger, Ziegler – Ruck 3/1, Herthum, Frölich 4, Quanz, Krumsiek, Menn 1, Sievers 8/1, Burgdorf 6, Warnecke 3, Avram 5, Bohnhoff. (gsd)

Von Helmut Anschütz

Quelle: hna.de, 26.03.2017

Bildunterschrift: Gesunde Härte: Rosdorfs Hendrik Sievers wird von Barsinghausens Hauke Ketels (links) und Fynn Löffler gehalten. Foto: Jelinek/gsd

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