B-Mädchen schlagen Edemissen 27:24


Chance auf den Titel gewahrt –

Im letzten Heimspiel der Saison hat die weibliche B-Jugend die HSG Nord Edemissen besiegt. Das Team von Trainer Jan Schild gewann am Samstag mit 27:24 und hat somit die Chance noch Meister zu werden gewahrt – in eigener Hand haben es die HG-Mädchen jedoch nach wie vor nicht.

Eine durchwachsene erste Halbzeit, ein starker Auftakt nach der Pause und ein Totalausfall in den letzten zehn Minuten des Spiels – so lässt sich der Sieg der weiblichen B-Jugend gegen die viertplatzierte HSG Nord Edemissen ungefähr zusammenfassen.

„Wir wussten, dass es schwer werden würde“, betonte Trainer Jan  Schild nach Abpfiff. „Edemissen ist keine Mannschaft, die man im Vorbeigehen besiegt.“ Damit brachte es Schild auf den Punkt, denn tatsächlich: Leicht war es auf jeden Fall nicht für seine Mannschaft, zumindest im ersten Durchgang.

Nachdem sich beide Teams in der Anfangsphase auf Augenhöhe begegneten und sich im Gleichschritt bewegten, war es die HSG, die sich nach vierzehn gespielten Minuten erstmals leicht absetzen konnte (5:7). Die HG kam zwar wieder zum Ausgleich (8:8, 17. Minute) und ging schließlich auch mit einer 14:12-Führung in die Pause, doch eine Glanzleistung war die Vorstellung der ersten Hälfte nicht. „Wir haben schlichtweg zu viele, wenn auch kleine Fehler gemacht – im Angriff ebenso wie in der Abwehr“, bemängelte Schild die Leistung seines Teams in Halbzeit eins.

Nach dem Seitenwechsel dann ein komplett anderes Bild: Die Rosdorferinnen kamen gut aus der Kabine, spielten zehn Minuten lang richtig starken Handball. Edemissen wurde förmlich an die Wand gespielt. Denn bis zur 35. Minute wuchs der Rosdorfer Vorsprung auf zehn Tore an (23:13). Es sollte die Grundlage für den Erfolg sein.

Denn dann passierte, was sich keiner so recht erklären konnte: Die HG-Mädchen brachen nach der stärksten Phase des Spiels ein – und zwar im Kollektiv. Nur noch vier Tore erzielten die Rosdorferinnen bis zum Abpfiff, ließen auf der Gegenseite noch ganze neun Treffer der Gäste zu. „Wir haben komplett den Faden verloren. Das war vollkommen unnötig und unerklärlich“, zeigte sich Schild im Anschluss fast schon ein bisschen fassungslos.

Doch am Ende stand trotz allem der Sieg. „Hauptsache gewonnen“, sagt auch Schild. „Wichtig ist, dass wir alle Chancen gewahrt haben“, so der Coach in Anbetracht des Meisterschaftskampfes in der Staffel Süd. In eigner Hand haben es die Rosdorferinnen allerdings (noch) nicht, ob sie am Ende ganz oben stehen. Das weiß auch Schild: „Wir müssen jetzt abwarten, wie Weserbergland am Freitag gegen Plesse spielt“. Gewinnt Plesse gegen Weserbergland, haben die HG-Mädchen im letzten Saisonspiel (nächsten Sonntag 13 Uhr im direkten Duell gegen Plesse) noch eine Chance. Gewinnt Weserbergland ist die Sache gelaufen.

„Wir hoffen natürlich auf das Endspiel am nächsten Sonntag“, erklärte Schild zum Abschluss.

HGRG: Braun – Mündemann (3), Scharbatke (8/5), Moschner (1), Neef, Wedemeier (6), K. Keppler, Herbold (4), Heinlein, E. Keppler (2/1), Rettberg (3)

Beste HSG: Hintz (9/4), Höper (6)

Filip Donth (Foto: Jan Bergolte/Archiv)