HG kann Hameln nicht stoppen


Handball-Oberliga Männer: VfL nach 21:19 seit 19 Wochen ungeschlagen:

Göttingen. Auch die HG Rosdorf-Grone konnte die Super-Serie des VfL Hameln nicht stoppen! In eigener Halle unterlag die Mannschaft von Trainer Gernot Weiss dem Tabellenzweiten nach einer Abwehrschlacht mit 19:21 (9:9), wodurch die „Rattenfänger“ jetzt seit 19 Wochen (5. November 2016) ungeschlagen sind und 26:2-Punkte aufweisen. Am Ende war der Gäste-Erfolg nicht unverdient, weil sie einen Schuss mehr Cleverness zeigten.

So brachte es auch Hamelns Trainer Henning Sohl auf den Punkt: „Rosdorf hat die härteste Abwehr in der Liga, wir aber die beste.“ Kann man so stehen lassen, denn der VfL-Abwehrbeton ließ in der zweiten Halbzeit zwischen der 41. und 50. Minute kein Tor der Rosdorfer zu, während Hameln aber selbst fünf Tore warf und sich so vom 14:15 auf 14:19 absetzte – die Vorentscheidung.

„Wir haben überragend gekämpft und 1 A gedeckt, aber in der zweiten Halbzeit haben die Kräfte etwas nachgelassen. Ich bin stolz auf das Team, aber auch traurig, weil wir verloren haben“, meinte HG-Coach Weiss nach diesem überaus harten Kampf.

Die Rosdorfer zeigten dabei zwei Gesichter. In der ersten Halbzeit drückten sie ihr Spiel durch und führten nach acht Minuten mit 5:2, auch weil sie wieder einmal in der Deckung bis an die Grenze des Erlaubten zupackten. Nach 13 Minuten hatten sie schon die dritte Strafe kassiert. Mit offensiven Deckungsvarianten (5-1, 4-2 und teilweise sogar 3-3) störte die HG immer wieder die Angriffe des VfL, gegen den Rosdorf 7:5 (17.) und 8:6 (23.) führte. Bis zur Pause glichen die Gäste zum 9:9 aus – ein torarmes Spiel.

„Wegen der Niederlage fällt in Rosdorf kein Baum um“ – HG-Trainer Gernot Weiss

Das Niveau der ersten Hälfte vermochte die HG dann nach dem Wechsel nicht mehr zu halten. Hameln schloss auf und ging durch Patrick Künzler erstmals 12:11 in Front. Mitte der zweiten Halbzeit dann die erwähnte Torlos-Phase der HG. Zwar brachte der wuchtige Hendrik Sievers sein Team nochmal auf 17:19 heran, aber weil die HG am Kreis durch den starken Mittelblock des VfL nicht durchkam, waren die Punkte futsch. HG-Kreisläufer Jan-Patrick Bohnhoff: „Uns fehlte der Mumm nach vorn.“

HG: Krüger, Ziegler – Ruck 2, Herthum, Frölich 2, Quanz 2, Zech 1, Krumsiek, Menn 1, Sievers 7/2, Burgdorf 3, Warnecke 1, Bohnhoff. (gsd)

Von Helmut Anschütz

Quelle: hna.de, 12.03.2017

Bildunterschrift: Zweimal erfolgreich: Rosdorfs Aaron Frölich (am Ball) wird von Hamelns Jasper Pille attackiert. Foto: Jelinek/gsd

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