B-Mädchen schlagen überfordertes Schlusslicht


31:15-Auswärtssieg bei Liebenburg-Salzgitter:

Problemlos hat die weibliche B-Jugend am Samstagabend beim Tabellenletzten, der HSG Liebenburg-Salzgitter, gewonnen. Das Team von Trainer Jan Schild sicherte sich mit dem deutlichen 31:15-Erfolg den zwölften Sieg der Saison und bleibt weiterhin Zweiter in der Tabelle. Indes verlor Tabellenführer HSG Plesse-Hardenberg bei der HSG Nord Edemissen – die HG-Mädchen wittern wieder eine Chance im Titelrennen.

„Solche Spiele sind nie schön“, berichtete Trainer Schild nach dem Kantersieg seiner Mannschaft. „Ich bin natürlich zufrieden, doch wenn einem der Gegner so unterlegen ist, wird man hin und wieder leichtsinnig und dann schleicht sich auch mal der eine oder andere Fehler ein.“

Es war tatsächlich eine Rosdorfer Demonstration von Überlegenheit: Der Tabellenzweite ließ dem hoffnungslos überforderten und fortwährend punktlosen Schlusslicht aus Salzgitter von Beginn an keine Chance. Die HG legte zum Start ein 2:0 vor, zog dann bereits in den Anfangsminuten davon, führte nach einer guten Viertelstunde 8:2. Insbesondere Nuri Moschner lief in der Anfangsphase heiß: Sie erzielte fünf der ersten acht Treffer und sollte am Ende mit 11 Toren beste Schützin der HG sein.

Dass die HG-Mädchen in der Folge sich nicht deutlicher absetzen konnten und nicht schon mit einem zweistelligen Vorsprung, sondern „nur“ mit 10:5 in die Halbzeitpause gingen, lag einer kollektiven Abschlussschwäche auf Rosdorfer Seite zu Grunde. Ab der 17. Minute erlebten die Rosdorferinnen eine regelrechte Torflaute – diese hielt an bis zum Pausenpfiff. „Die Chancenverwertung war das einzige, was in der ersten Halbzeit zu bemängeln war“, so Trainer Jan Schild. „Das waren neun Pfostentreffer und insgesamt 17 freie Würfe, die nicht den Weg ins Tor fanden“, zählte Schild die vergebenen Chancen seiner Mannschaft auf.

Nach der Pause waren die HG-Mädchen schließlich konsequenter und entschlossener im Abschluss. Auch die Rosdorfer Deckung funktionierte gut: „Salzgitter hatte gegen unsere offensive Abwehr keine Einfälle, das hat heute super funktioniert“, lobte der Trainer seine Abwehrreihen. Im Zweifelsfall war auf die gut aufgelegte Lena Abscht, die Jasmin Braun im Tor vertrat, verlass.

Die zweite Halbzeit hatte für die HG-Sieben dann eher Trainings-Charakter. Über 15:6 (30. Minute), 23:12 (40. Minute) und 27:15 (45. Minute), stellten die Rosdorferinnen letztlich den Endstand von 31:15 her.

Nach dem zwölften Sieg im fünfzehnten Spiel haben die HG-Mädchen jetzt 25:5 Punkte auf dem Konto, liegen nach der Niederlage von Spitzenreiter Plesse-Hardenberg in Nord Edemissen wieder nur einen Punkt hinter dem Ligaprimus. Allerdings könnte sich auch die momentan noch drittplatzierte JSG Weserbergland, bei der die Rosdorferinnen vergangene Woche verloren, noch vor die HG schieben. Die JSG hat aktuell nämlich zwei Spiele Rückstand.

In der kommenden Woche gastierten die HG-Mädchen dann im drittletzten Saisonspiel beim TKJ Sarstedt. Um weiterhin im Titeldreikampf mitmischen zu können, ist ein Sieg Plicht.

HGRG: Abscht – Mündemann (2), Scharbatke (3), Moschner (11/1), Otto, Neef, Wedemeier (7), K. Keppler, Herbold (2), E. Keppler (2), Rettberg (4)

Beste HSG: Bratner (6), Sobania (3)

Filip Donth (Foto: Jan Bergolte/Archiv)

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