Sieg zwei Sekunden vor Schluss


Handball-Oberliga Frauen: Devi Hille wirft zum 32:31 für die HG Rosdorf-Grone ein

Göttingen. Was war denn das für ein Krimi! Mit bis zu neun Treffern führten die Oberliga-Handballerinnen der HG Rosdorf-Grone im Heimspiel gegen Eintracht Hildesheim, doch am Ende wurde es noch einmal ganz spannend. Zwei Sekunden vor Schluss löste Devi Hille den Fall für die Mannschaft von Trainer Lennart Pietsch und warf in Unterzahl zum 32:31 (18:15)-Siegtreffer ein.

„Der Sieg war aber absolut verdient“, strahlte hinterher nicht nur Pietsch über den erneut gelungenen Coup gegen den bisherigen Tabellenzweiten und Favoriten aus Hildesheim. „Ich hab e den Mädels gesagt, sie sollen von Anfang an Gas geben“, meinte der HG-Coach. Und die HGerinnen taten wie „befohlen“. Sie legten einen Super-Start gegen die Mannschaft von Ex-Trainer Frank Mai hin und gingen nach acht Minuten mit 6:0 in Führung. Die Zuschauer trauten eher ihren Augen nicht ob dieses Auftakts!

Und so ging es auch weiter für die Rosdorferinnen. Nach 14 Minuten lagen sie mit 10:2 vorne, nachdem Hildesheim erst nach genau 8:43 das erste Tor zustande gebracht hatte. Bis zum 14:5 bauten die HG-erinnen ihren Vorsprung aus, machten fast alles richtig. „Die ersten 15 Minuten waren perfekt“, meinte Pietsch nach dem Spiel.

Doch ab der 20. Minute kam ein kleiner Bruch ins Spiel der Gastgeberinnen. Nun witterte Eintracht ihre Chance und schloss durch Tore ihrer Haupttorschützinnen Leona Pott (10) und Anja Kothe (5) immer weiter auf. Hildesheim gelang so ein 5:0-Lauf und verkürzte auf 11:14. Doch die Rosdorferinnen behielten den Kopf oben und gingen mit einem 18:15 in die Pause. Silvana Eisenhauer markierte mit der Sirene den 18. Treffer – im Basketball würde man sagen: Ein „Buzzer beater“.

Nach dem Wechsel wurde es dann immer enger. Aber die HG blieb weiter vorn. 22:19 nach 39 Minuten, dann wieder 26:20 nach 42 Minuten. 13 Minuten vor Schluss sah Hildesheims Celine Sperling (47.) Rot nach einem Foul an Eisenhauer. Kurz danach aber die 28:21-Führung für das Pietsch-Team, das in der Folge ins Straucheln geriet durch mehrere Ballverluste im Angriff.

Sieben Spiele, sechs Siege

Immer bedrohlicher wurde nun die Situation. Tabea Rook glich dann vier Minuten vor dem Ende erstmals zum 30:30 aus. Nun begann das Herzschlagfinale! Freda Seifert traf zum 31:30. Ausgleich durch Leona Pott zum 31:31 dann 28 Sekunden vor Schluss. Rosdorf in Unterzahl, doch das Team spielte Devi Hille sehr geschickt frei, die von der rechten Seite zum stürmisch umjubelten Siegtreffer einwarf. „Bockstark, wie wir mit dem kleinen Kader gespielt haben“, freute sich Trainer Pietsch. „Und den letzten Angriff haben wir grandios ausgespielt. So spielt kein Absteiger!“ Und die tolle HG-Serie bleibt auch bestehen: Sechs Siege in den vergangenen sieben Spielen.

HG: Schlote, Schorn – Eisenhauer 8, M. Gutenberg 9/6, Hille 4, Kehler, Seifert 5/1, Moschner 4, Sobotta, Frölich, Schmied 2. (haz/gsd)

Quelle: hna.de, 26.02.2017

Bildunterschrift: Treffsicher „vom Punkt“: HG-Spielmacherin Maite Gutenberg (hier gegen Hildesheims Leonie Rook, Nummer 3) verwandelte sämtliche sechs Siebenmeter für die Rosdorferinnen. Foto: zje/gsd

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