Rosdorf-Grone dominiert im Derby


Handball-Oberliga:

Die HG Rosdorf-Grone hat das Südniedersachsen-Derby in der Handball-Oberliga gegen die HSG Plesse-Hardenberg klar zu ihren Gunsten entschieden. In der ausverkauften Halle am Siedlungsweg setzte sich das Heimteam verdient mit 32:24 (17:11) durch.

Rosdorf-Grones Aaron Frölich ist gegen Plesse-Hardenberg viermal erfolgreich. Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Rosdorf. Die 255 Zuschauer sahen vor allem in den ersten 30 Minuten ein typisches Prestigeduell. Hektisch, hochemotional und hart verlief die Anfangsphase, in der sich zunächst kein Team Vorteile erspielen konnte (5:5, 14. Minute). Rosdorf-Grones Trainer Gernot Weiss trieb seine Jungs von der ersten Sekunde lautstark und gestenreich an. Das war dem nicht immer konsequent pfeifenden Schiedsrichtergespann Daniel Knop/Jan Schmidt (VfL Wittingen) schnell zu viel des Guten – bereits nach zwei Minuten sah Weiss die gelbe Karte.

Seine Jungs praktizierten ihre Abwehrarbeit gewohnt unkonventionell, weil sehr offensiv, drückten die Gäste damit weit zurück und packten ordentlich zu. „In der Deckung haben wir alles beherrscht“, freute sich Weiss nach dem deutlichen Derbysieg, mit dem die HG Revanche für die 22:24-Hinspielniederlage nahm. „Deutlich überlegen“ fand Weiss seine Crew, die in Julian Krüger einen an diesem Abend überragenden Torhüter besaß. „Mit ihrer sehr aggressiven Abwehr hat uns Rosdorf-Grone in der ersten Halbzeit den Zahn gezogen“, gestand Plesse-Hardenbergs Coach Dietmar Böning-Grebe. „Unsere Niederlage ist auch in dieser Höhe verdient.“

Nachdem die Hausherren, die die HSG nun punktemäßig überholt hat, aus einem 6:6 binnen vier Minuten ein 10:6 (19.) gemacht hatten, gelang es der Mannschaft von Böning-Grebe bis zum Ende nicht mehr, näher als bis auf drei Tore heranzukommen. Bis zur Pause hatte sich die äußerst bissige HG einen komfortablen Sechs-Tore-Vorsprung erarbeitet, kurz nach dem Seitenwechsel war die Entscheidung beim Zwischenstand von 21:12 (36.) bereits gefallen. Für den hatte Rosdorfs Daniel Menn gesorgt – der Kreisläufer feierte nach seinem Kreuzbandriss ein ansprechendes Comeback mit fünf Treffern. „Wir haben uns nie aus der Ruhe bringen lassen“, lobte Menn nach dem elften doppelten Punktgewinn seines Teams in dieser Spielzeit.

Bei Plesse-Hardenberg mutierte ausgerechnet der gemeinsam mit Christian Brand erfolgreichste Werfer zum Pechvogel. Rechtsaußen Patrick Schindler spielte zwar in Durchgang zwei stark auf, vergab in der Endphase der ersten Halbzeit jedoch einige freie Würfe, spielte zudem einen haarsträubenden Fehlpass – das ermöglichte den Gastgebern, immer weiter davonzuziehen. – Beste Werfer HG Rosdorf-Grone: Avram (7), Menn (5), Zech (4), Frölich (4)Brandes (4/1); HSG Plesse-Hardenberg: P. Schindler (7), Brand (7/4).

Quelle: goettinger-tageblatt.de, 17.02.2017

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