Sieg des absoluten Willens!


HSG OHA III – HG Rosdorf-Grone IV 16:17 (6:9):

„Sieg durch einen entscheidenden gehaltenen Wurf von Keeper Kai Buttgereit“ – „Yoga-Übung sterbender Schwan“ – „verdienter Sieg gegen Nichtverleger“ – nach dem Spiel überschlugen sich die Meldung im virtuellen Buschfunk. Doch der Reihe nach…

Das Spiel gegen die HSG OHA III fiel auf das Wochenende des Besuchs unserer zahlreichen Gäste aus Zubri. Angesetzt war es für Sonntag um 19:00 Uhr in Hattorf, und weil etwa die Hälfte der etatmäßigen Spieler der Rosdorfer Vierten bei der Organisation des Besuchs eingebunden war, hatten wir um eine Verlegung des Spiels gebeten. Eine solche wurde von OHA aber leider abgelehnt, so dass wir mit einer Rumpftruppe an den Harzrand fahren mussten. Zum Glück konnten wir die müden Kai und Kapil aus der Zubri-Organisation loseisen und bekamen Unterstützung vom frisch aus dem Auslandssemester heimgekehrten Basti, der aber laut eigener Aussage ein halbes Jahr keinen Handball in der Hand gehabt hatte. Die Bank des Gegners war dagegen voll bestückt.

Die Begegnung wurde dann von den Abwehrreihen dominiert. Besonders die Torleute drückten dem Spiel ihren Stempel auf. Kapil wuchs wie gegen Northeim wieder über sich hinaus – ob Würfe aus dem Rückraum, vom Kreis, vom Punkt oder Tempogegenstöße, Kapil entschärfte sie alle und trieb die gegnerischen Spieler in die Verzweiflung. Und weil sich auch unser Angriff gegen die dichte OHA-Abwehr schwer tat, ging es mit dem sagenhaften Ergebnis von 9:6 aus unserer Sicht in die Halbzeit.

In der zweiten Halbzeit ging es zunächst so weiter. Der große Druck der OHA-Mannschaft blieb aus, nur ihr Abwehrverhalten wurde deutlich ruppiger, besonders Michi und Daniel hatten darunter zu leiden. Weil wir uns davon vorübergehend beeindrucken ließen, und weil der Gegner zu ein paar einfachen Toren kam, wurde unser Vorsprung (zwischenzeitlich 5 Tore) bis zur 50. Minute egalisiert. Doch dann kam unser großes Aufbäumen – wir nahmen den Kampf an und konnten die Aufholjagd stoppen. 4 Minuten vor Schluss dann der Schreck – die große Kapil-Show ging nach einer letzten Einlage (Stichwort sterbender Schwan), von den Schiedsrichtern als Unsportlichkeit bewertet, plötzlich zu Ende. Kai musste ins Tor. Uns gelang der Führungstreffer, OHA konnte ausgleichen, erneute Rosdorfer Führung durch Daniel, Adrenalin pur und der absolute Wille von uns, kein weiteres Tor zuzulassen – und 10 Sekunden vor der Sirene hielt Keeper Kai schließlich den entscheidenden Ball von außen…!

Am Ende war es ein durch die gute Abwehrleistung und ein diszipliniertes Spiel verdienter Sieg. Die Stimmung in der Kabine ließ jedenfalls die späte Uhrzeit und die lange Anfahrt vergessen!

Spielfilm: 2:0 – 2:2 – 5:5 – 6:9 // 6:11 – 10:12 – 14:14 – 16:16 – 16:17

Mannschaft und Tore: Michell Ziebarth (7), Daniel König (3), Kristian Pätzold (3), Kai Buttgereit (1, Ersatz-TW), Wolf Krüger (1), Jens Meißner (1), Sebastian Wenderoth (1), Dietmar Koch, Kapil Pathmakumaran (TW)

Wolf Krüger

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