28:28 gegen Vorsfelde: Am Ende fehlt Rosdorfer Männern der Mut


Handball-Oberliga:

Göttingen. Auch im achten Spiel in Folge blieben die Männer der HG Rosdorf-Grone in der Handball-Oberliga ungeschlagen. Allerdings ärgerte sich HG-Trainer Gernot Weiss schon über das 28:28 gegen den Tabellenzweiten MTV Vorsfelde, sprach gleichwohl von einem gewonnen Punkte.

„Wir haben am Ende keinen Mut mehr gehabt, wir haben es in der Hand gehabt zu gewinnen, aber keiner hat sich mehr so richtig getraut“, analysierte Weiss diese in jeder Sekunde packende und auch hochklassige Partie, die von beiden Seiten sehr körperbetont geführt wurde. Sieben Zeitstrafen auf Seiten der Gastgeber, sechs bei den Gästen waren Ausdruck dieser extremen Physis auf beiden Seiten.

Bis zum 10:9 wogte diese Begegnung hin und her, keinem Team gelang es, sich entscheidend abzusetzen. Allerdings nutzten in der Folgezeit die Rosdorfer nach dem 11:9 ein Überzahlspiel, erzielten zwei weitere Tore zum 13:9. Es sollte der größte Abstand zwischen diesen beiden Team bleiben.

MTV-Trainer Jens Kleinert nahm eine Auszeit, die allerdings nicht den gewünschte Effekt zeitigte. Mit 15:13 für die HG wurden die Seiten gewechselt.

Zech torlos, acht von Brandes

„Diesen Vorsprung kannst du nicht halten, weil wir auch nicht das Tempo nach der Pause weiter hochhalten konnten. Zudem sind wir nicht mit der Manndeckung klargekommen“, meinte Weiss. So erzielte Maximilian Zech, der von der ersten Minute einen „Wachhund“ an seine Seite gestellt bekam, nicht ein Tor. Dafür sprangen dann aber Hubertus Brandes, mit acht Treffern erfolgreichster Werfer auf dem Parkett, Rückraumspieler Hendrik Sievers und Linksaußen Aaron Frölich mit je fünf Toren in die Bresche.

„Hinten haben wir gut gestanden, uns fehlte aber in einigen Phasen der Druck auf die gegnerische Abwehr“, so Weiss. Hinzu kam, dass die Rosdorfer in entscheidenden Phasen, in denen sie sich ein Tor-Polster hätten anlegen können, das gegnerische Tor verfehlten. Die Chance auf den Siegtreffer zum 29:28 hatte Frölich, dessen Wurf von der Linksaußenposition von Vorsfeldes Torwart Thomas Krüger jedoch abgewehrt wurde.

HG: J. Krüger, Ziegler – Ruck 2, Frölich 5, Zech, Brandes 8/3, Sievers 5, Wächter 3, Burgdorf 2, Warnecke 2, Bohnhoff 1.

Beste MTVer: Kühlbauch 7, Hartfiel 7, Michael 7. (gsd)

Von Walter Gleitze

Quelle: hna.de, 15.01.2017

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